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    Frankfurt

    Dax verteidigt trotz Minus 6.000 Punkte

    Der Dax hat am Donnerstag trotz leichter Verluste die Marke von 6.000 Punkten knapp verteidigt. Der Deutsche Leitindex schloss mit minus 0,20 Prozent auf 6.012,31 Zählern.

    Für den MDax ging es um 0,36 Prozent auf 7987,22 Punkte nach unten, und der TecDax verlor 0,87 Prozent auf 823,90 Zähler. Gerüchte über eine Diskontsatzerhöhung in den USA sorgten im späten Handel für Verluste.

    Viel Glauben wurde diesen Spekulationen aber nicht geschenkt. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die USA einen Tag vor dem Hexensabbat die Zinsen erhöhen und damit Verwerfungen am Terminmarkt riskieren würden", sagte ein Börsianer. Zudem sei der Diskontsatz schließlich nicht der Leitzins. Zudem sei positiv, dass wenigstens die Marke von 6.000 Punkten verteidigt wurde.

    Die Nachrichtenlage belebte sich mit einigen Bilanzpressekonferenzen und Zahlen aus der zweiten Reihe sowie durch Neuigkeiten ausländischer Wettbewerber wieder spürbar. Adidas zogen an der Dax-Spitze um 3,31 Prozent auf 38,66 Euro an und profitierten damit von starken Zahlen des US-Konkurrenten Nike.

    Bayer schlossen mit minus 1,33 Prozent auf 51,15 Euro am Dax-Ende. Mehrere Analysten diskutierten am Morgen die Aussagen der Managements auf einem Investorentreffen am Vortag in Leverkusen. Einige befürchten wegen dem Pharmageschäft ein schwaches erstes Quartal. Bei Eon herrschte Unsicherheit über die Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke, was die Aktie um 0,82 Prozent auf 26,50 Euro ins Minus drückte.

    In der zweiten Reihe sackten SGL Group nach roten Zahlen im vergangenen Jahr um 8,22 Prozent auf 21,21 Euro ab. Zudem wurde der Ausblick skeptisch beurteilt. Der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister sieht sich vor weiteren Herausforderungen und das Jahr 2010 als Bewährungsprobe. Die Aktie verlor daraufhin 5,15 Prozent auf 10,86 Euro.

    An der MDax-Spitze schossen derweil Aktien von IVG Immobilien nach dem Einstieg des neuen Großaktionärs Mann-Immobilien-Verwaltungs AG um 8,05 Prozent auf 6,081 Euro nach oben. Aufgrund des Investmentportfolios der Mann Immobilien sehen einige Analysten nun mögliche Übernahmefantasien.

    In Europa schlossen die Börsen mit Verlusten. Der EuroStoxx 50 rutschte um 0,60 Prozent auf 2913,74 Zähler ab, auch in London und Paris gab es Verluste. In New York schwächelte der Dow Jones zuletzt etwas und hielt sich zum Börsenschluss in Europa nur knapp im Plus.

    Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,74 (Vortag 2,76) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 125,00 Punkte. Der Bund Future verlor 0,07 Prozent auf 123,07 Punkte. Der Referenzkurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3660 (1,3756) US- Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7321 (0,7270) Euro.

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