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Frankfurt

Dax kann 6.000 Punkte nicht halten

Neu aufgekommene Befürchtungen vor großen Problemen in Griechenland haben am Freitag den Dax unter 6.000 Punkte gedrückt. Der Leitindex gab um 0,50 Prozent auf 5.982,43 Punkte nach. Im Wochenverlauf stand aber immer noch ein Plus von rund 0,60 Prozent auf dem Kurszettel.

Der MDax fiel am Freitag um 0,32 Prozent auf 7.961,46 Punkte und der TecDax büßte 0,60 Prozent auf 818,94 Punkte ein. "Vor allem Sorgen über die Entwicklung Griechenlands haben die Stimmung verdorben", sagte Frank Schneider vom Wertpapierhändler Alpha.

Der Stimmungsumschwung kam allerdings erst am Nachmittag – zuvor hatte der Dax mit 6.041,48 Punkten den höchsten Stand seit zwei Monaten erreicht. Dies war nach Einschätzung von Händlern und Experten vor allem auf Spekulationen rund um den Verfallstermin am Terminmarkt zurückzuführen. An diesem so genannten "Hexensabbat" laufen Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien aus.

Trotz der Verluste am Freitag gehen viele Banken wie die Commerzbank und DZ Bank davon aus, dass der Dax in der kommenden Woche wieder anzieht und in Richtung des bisherigen Jahreshochs von 6.094 Punkten steigt. "Die Dividendensaison steht bevor und dürfte dem Aktienmarkt kurzfristig noch Auftrieb geben", hieß es in einer Studie der DZ Bank.

Angesichts der am Freitag dominierenden Themen Griechenland und "Hexensabatt" rückten Einzelwerte in den Hintergrund. Mit zu den Gewinnern im Dax gehörten die Vorzüge von Volkswagen, die um 0,95 Prozent auf 72,16 Euro stiegen. Händler verwiesen auf die Aufnahme in den Stoxx Europe 600. Zudem könnten Banken vor der geplanten Kapitalerhöhung den Kurs stützen.

Im Mdax standen Titel des Bauzulieferers Pfleiderer nach einem Verlust im vergangenen Jahr mit 5,75 Prozent auf 4,901 Euro am Indexende. Für die Aktien von Stada ging es dagegen um weitere 0,19 Prozent auf 29,15 Euro nach oben. Das Papier des Bad Vilbeler Generikaherstellers kletterte damit im Sog der Übernahme des Konkurrenten Ratiopharm durch Teva auf den höchsten Stand seit dem Herbst 2008. Vor allem der als hoch eingeschätzte Kaufpreis für Ratiopharm habe die Fantasie bei Stada beflügelt, sagte ein Händler.

In Europa schlossen die Börsen größtenteils mit Verlusten. Der EuroStoxx 50 rutschte um 0,54 Prozent auf 2897,95 Zähler ab. Der französische Aktienmarkt verlor deutlich an Boden, während der Markt in London sich auf dem Vortagesniveau halten konnte. Auch in New York ging es runter – sowohl der Standardwerteindex Dow Jones als auch das Technologiebarometer Nasdaq gaben deutlich nach.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,75 (Vortag 2,74) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,04 Prozent auf 124,94 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,11 Prozent auf 123,21 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3548 (Donnerstag: 1,3660) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7381 (0,7321) Euro.

/infoline/wirtschaft/boersefrankfurt/
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