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Essen

Dank Abnehmern: Wende bei ThyssenKrupp

dpa

Wende beim größten deutschen Stahlkonzern ThyssenKrupp: Nach einem Milliardenverlust im Vorjahr hat das Traditionsunternehmen aus dem Ruhrgebiet die Wirtschaftskrise endgültig abgehakt. Zwischen April und Juni erwirtschaftete das Unternehmen das beste Ergebnis seit sieben Quartalen.

ThyssenKrupp – Quartalszahlen
Die neue Hauptverwaltung von ThyssenKrupp in Essen.

Der Vorsteuergewinn lag bei 414 Millionen Euro, im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 772 Millionen Euro eingefahren.

Nachdem das Unternehmen im zurückliegenden Gesamtjahr 2008/2009 (30.9.) mit einem Verlust von 2,3 Milliarden Euro tief in die roten Zahlen gerutscht war, zeigte sich Konzernchef Ekkehard Schulz für das laufende Geschäftsjahr optimistisch. Vor dem Hintergrund einer kräftigen Erholung bei wichtigen Abnehmerbranchen wie dem Automobil- und Maschinenbau kündigte das Unternehmen für 2009/2010 ein Vorsteuer-Ergebnis im «mittleren bis höheren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich» an. Nach neun Monaten lag dieser Wert bereits bei 923 Millionen Euro.

Allerdings erwartet der Vorstand im laufenden Quartal eine schwächere Entwicklung. Dafür macht er zum einen die Sommerpause verantwortlich, zum anderen fallen nun die Anlaufverluste für die neuen Werken in Brasilien und den USA an. Die Produktion dort hat im Juli begonnen. Auch für das im Oktober anlaufende Geschäftsjahr 2010/2011 gab sich der Ruhrkonzern optimistisch und kündigte eine weitere Verbesserung des Ergebnisses an.

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – der von der Wirtschaftskrise schwer belastet war – um gut ein Viertel auf 11,7 Milliarden Euro. Alle wichtigen Konzernsparten erwirtschafteten Gewinn, auch der lange defizitäre Edelstahlbereich. Nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum von 312 Millionen Euro konnte auch der wichtige Bereich Steel Europe mit einem Vorsteuerergebnis von 183 Millionen Euro wieder deutlich schwarze Zahlen schreiben.

Dank der überraschend hohen Nachfrage arbeiten die Stahlwerke von ThyssenKrupp bereits wieder an der Kapazitätsgrenze. Seit Mai gibt es in den Hütten keine Kurzarbeit mehr. Zudem gelang es dem Konzern, höhere Preise durchzusetzen. Die gestiegenen Rohstoffkosten seien vollständig kompensiert worden, hieß es.

Das Unternehmen profitierte auch von seinem Sparprogramm. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2007/2008 seien die Kosten um 1,4 Milliarden Euro gedrückt worden. Die Zahl der Mitarbeiter sank im Vergleich zum Vorjahresstichtag bis Ende Juni auch durch Verkäufe von Unternehmensteilen um knapp 14 000 auf rund 175 000 Beschäftigte.

Wirtschaft
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