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    Peking

    Chinas Wirtschaft macht großen Sprung nach vorn

    Chinas Wirtschaft hat mit 11,9 Prozent Wachstum im ersten Quartal einen unerwartet großen Sprung nach vorn gemacht. Der Sprecher des Statistikamtes, Li Xiaochao, sprach am Donnerstag in Peking von einem «guten Start ins neue Jahr, weil sich der Schwung der Erholung weiter verfestigt».

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    Chinas Wirtschaft hat im ersten Quartal dieses Jahres einen Anstieg um 11,9 Prozent verbucht. (Symbolbild)

    Damit werde eine Grundlage gelegt, die wirtschaftlichen Ziele in diesem Jahr zu erreichen. Er dämpfte aber zu großen Optimismus: Die Lage sei «sehr kompliziert». Fachleute nannten vor allem die Überhitzung des aufgeblasenen Immobilienmarktes und zunehmende Inflation.

    Dank des Konjunkturprogramms und der massiven Ausweitung der Kreditvergabe der Banken wuchs die Wirtschaft so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Der kräftige Anstieg lag um 5,7 Prozentpunkte über dem des Vorjahresquartals, als die weltweite Wirtschaftskrise China schwer getroffen hatte. Das starke Wachstum sei «im wesentlichen das Ergebnis der niedrigen Vergleichsbasis und des Stimulus-Programms der Regierung», sagte Sprecher Li Xiaochao. Er warnte vor einer unausgewogenen globalen Erholung, den Schuldenkrisen verschiedener Länder und einem Anstieg der Rohstoffpreise.

    Vor allem wegen des starken Wachstums hat China großen Bedarf an Rohstoffen. Dies treibt die Preise nach oben. Zuletzt stiegen beispielsweise die Ölpreise erneut. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai stieg am Donnerstag im asiatischen Handel auf 86,08 Dollar. Das sind 24 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Im vergangenen Jahr wuchs Chinas Wirtschaft insgesamt um 8,7 Prozent.

    Im ersten Quartal wurde die heimische Nachfrage in China wie erhofft angekurbelt. Die Einzelhandelsumsätze stiegen um 17,9 Prozent. Vor allem kauften die Chinesen neue Autos, Möbel, Haushaltsgeräte sowie Fernseher. Allerdings stiegen auch die Preise: Die Verbraucherpreise kletterten um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Anstieg war aber geringer als erwartet, auch wenn zum Ärger vieler Chinesen die Nahrungsmittelpreise sogar um 5,1 Prozent zulegten.

    Der Zuwachs der Verbraucherpreise insgesamt lag aber unter dem Ziel der Regierung von drei Prozent für dieses Jahr. Der Druck, die Zinsen zu erhöhen oder gar die Währung aufzuwerten, wie seit Wochen spekuliert wird, scheint damit etwas nachgelassen zu haben. Vor dem Hintergrund des übermäßig starken Anstiegs der Immobilienpreise sieht die Regierung allerdings unverändert wachsende Inflationsgefahr, wie aus einer Erklärung vom Vortag hervorgeht. Wohnungspreise stiegen im März um 11,7 Prozent.

    Nach Angaben des China-Ökonomen Ben Simpfendorfer von der Royal Bank of Scotland waren die privaten Wohnungskäufe der stärkste Wachstumstreiber im ersten Quartal. Durch die große Liquidität seien die Investitionen im Immobiliensektor im ersten Quartal um insgesamt 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.

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