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Hannover

Brüderle eröffnet Hannover Messe

dpa

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat dazu aufgerufen, die Industrie zu stärken und nicht durch überflüssige Auflagen zu behindern.

Hannover Messe 2010
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle eröffnet die Hannover Messe 2010.

«Wir brauchen eine gut überlegte Industriepolitik in Europa und in Deutschland», sagte Brüderle bei der Eröffnung der Hannover Messe am Sonntagabend. Die Krise habe gezeigt, dass Länder mit einer starken Industrie erfolgreicher waren als die mit einseitiger Ausrichtung auf Dienstleistungen.

Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft müssten noch stärker zusammenarbeiten, um die industriellen Prozesse voranzutreiben. «Aus Patenten müssen schnell Arbeitsplätze werden», betonte Brüderle. Die Hannover Messe stehe nach dem Krisenjahr für neuen Optimismus. «Die Signale sind klar: Es geht wieder voran, wir haben wieder Wachstum», sagte der Bundeswirtschaftsminister.

Sein italienischer Amtskollege Claudio Scajola erinnerte an die engen Verbindungen zwischen der deutschen und der italienischen Wirtschaft. Deutschland sei für Italien der wichtigste Handelspartner. Das gemeinsame Handelsvolumen betrage fast 90 Milliarden Euro. Rund 1200 italienische Unternehmen hätten deutsche Anteilseigner und umgekehrt. Der konjunkturelle Aufschwung sei daher nur mit einer gemeinsamen Strategie und in enger Zusammenarbeit zu bewältigen. Italien ist in diesem Jahr Partnerland der Messe.

BDI: Zwei Prozent Wachstum anpeilen

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hält das von den Wirtschaftsforschungsinstituten zuletzt vorhergesagte Wachstum von 1,5 Prozent für realistisch. Allerdings müsse es darum gehen, wieder 2 Prozent Wachstum zu erreichen, sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel bei einem Wirtschaftsforum vor Eröffnung der Messe. Der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, sagte, der konjunkturelle Trend zeige nach oben, und dabei handele es sich um einen anhaltenden Prozess. Vorkrisenniveau werde nach seiner Einschätzung aber vor Ende 2011 nicht wieder erreicht. «Das braucht noch Zeit.»

Auf der Technologieschau wollen bis kommenden Freitag rund 4800 Aussteller mehr als 4000 neue Produkte und Systemlösungen vorstellen. Zu den thematischen Schwerpunkten der Industrieschau zählen Energie und Energieeffizienz, Elektrische Antriebe, Roboter und Leichtbau.

60 000 Patente

«Die Messe ist der sichtbare Beweis dafür, dass wir uns mutig und erfolgreich gegen die Krise gestemmt haben», sagte der Präsident des Zentralverbandes Elektrotechnik und Elektroindustrie, (ZVEI) Friedhelm Loh, bei der Eröffnung. Viele neue Produkte seien zur Marktreife gebracht worden. Das beweise die Zahl der Patente, die 2009 mit beinah 60 000 fast genauso hoch wie im Vorjahr gewesen sei.

Ursprünglich hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi die Messe eröffnen wollen. Sie sagten den Termin aber bereits vor einigen Tagen ab, weil sie in Krakau am Staatsbegräbnis für den tödlich verunglückten polnischen Präsidenten Lech Kaczynski teilnehmen wollten. Der Vulkanausbruch auf Island und die Aschewolke mit ihren Auswirkungen auf den Flugverkehr machten zuletzt aber auch diese Pläne zunichte.

Merkel will jedoch wie geplant an diesem Montag einen Rundgang über die Messe machen. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat seine Teilnahme am Eröffnungsrundgang wegen der Flugverbote in Europa abgesagt.

Wirtschaft
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