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    Chicago

    Boeing blüht auf: Mehr Bestellungen

    Dem US-Flugzeughersteller Boeing flattern haufenweise neue Bestellungen ins Haus. Denn die Fluggesellschaften erneuern ihre in die Jahre gekommenen Flotten und stellen in Zeiten hoher Kerosinpreise auf sparsame Maschinen um.

    Boeing
    Eine Boeing 787 «Dreamliner», aufgenommen bei der Farnborough Airshow in Hampshire. Archiv
    Foto: Andy Rain - DPA

    Boeing kommt überdies zugute, dass der Langstrecken-Jet 787 «Dreamliner» und der modernisierte Jumbo-Jet 747-8 nach massiven Verzögerungen endlich fliegen. Konzernchef Jim McNerney hob nach einem guten dritten Quartal am Mittwoch die Gewinnprognose fürs Gesamtjahr an.

    Der Quartalsumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar (12,7 Mrd Euro). Dazu trug auch ein besser laufendes Rüstungsgeschäft bei. Der Gewinn machte dank Kosteneinsparungen einen Sprung um 31 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Mit einer derartigen Verbesserung hatten die Analysten nicht gerechnet. Im frühen New Yorker Handel stieg der Kurs um annähernd 5 Prozent.

    McNerney sprach von einem «herausragenden Quartal». Statt eines Gesamtjahres-Gewinns von bis zu 4,10 Dollar je Aktie will er nun bis zu 4,40 Dollar erzielen. Wermutstropfen sind allerdings die Flugzeug-Auslieferungen bis zum Jahresende. Hier musste Boeing seine Erwartungen von 485 bis 495 Maschinen auf rund 480 Exemplare zurückschrauben. Damit dürfte der Titel des weltgrößten Flugzeugbauers ein weiteres Mal an Airbus gehen. Aus den Werkshallen der Europäer sollen im gleichen Zeitraum bis zu 530 Maschinen rollen.

    Boeing kann vor allem die Produktion des «Dreamliner» und der 747-8 in diesem Jahr nicht so rasch hochfahren wie gehofft. Statt bis zu 30 dieser Flugzeuge wird Boeing nun schlimmstenfalls nur noch 15 Stück an die Fluggesellschaften übergeben können, davon sind gerade mal ein Drittel «Dreamliner». Das Flugzeug besteht aus neuartigen Verbundmaterialien, was bei der Entwicklung und der Fertigung für große Probleme gesorgt hatte.

    Diese neuen Materialien machen den «Dreamliner» aber auch zu einem Hoffnungsträger für Boeing. Der Hersteller verspricht den Airlines einen niedrigeren Spritverbrauch und den Passagieren ein angenehmeres Reisen. Am Mittwoch absolvierte die 787 erfolgreich ihren kommerziellen Jungfernflug für den Erstkunden, die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA), auf der Strecke von Tokio nach Hongkong. ANA hat allein 55 dieser Langstreckenflugzeuge bestellt, die bis Frühjahr 2018 ausgeliefert werden sollen.

    Verkaufsschlager bei Boeing ist und bleiben allerdings die Kurz- und Mittelstreckenflieger der 737-Baureihe. Sie gelten als günstig, flexibel einsetzbar und technisch ausgereift. Airbus macht Boeing gerade aber mit seinem Gegenstück, der A320-Familie, das Leben schwer. Airbus hatte sich entschieden, den Typ zu modernisieren und als A320neo auf den Markt zu bringen. Die Fluggesellschaften bestellten den Flieger vom Fleck weg. Boeing kam erst später mit Plänen für eine modernisierte 737 MAX heraus.

    Boeing-Mitteilung

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