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    Bericht: Daimler will im großen Stil sparen

    Stuttgart/Hamburg (dpa) - Mit seinem neuen Sparprogramm will der Autobauer Daimler den Gewinn einem Medienbericht zufolge jährlich um mindestens drei Milliarden Euro steigern.

    Dieter Zetsche
    Konzern-Chef Dieter Zetsche hatte bereits im September eingeräumt, dass der operative Gewinn in der Pkw-Sparte in diesem Jahr unter dem Rekordwert von 2011 mit 5,2 Milliarden Euro bleiben werde.
    Foto: - DPA

    Wie das «Manager Magazin» unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, wird die genaue Summe derzeit noch errechnet. Ein Daimler-Sprecher nannte die Zahl am Donnerstag «reine Spekulation». Bislang hatten Medien lediglich über ein Sparziel von mehr als einer Milliarde Euro berichtet. Daimler-Chef Dieter Zetsche selbst hat bisher keine Größenordnung genannt, die Details des Sparprogramms «Fit for Leadership» sollen erst noch präsentiert werden.

    Daimler kämpft derzeit wie viele Konkurrenten in Europa mit sinkenden Absatzzahlen, auch in China haben die Schwaben Probleme. Zetsche hatte bereits im September eingeräumt, dass der operative Gewinn in der Pkw-Sparte in diesem Jahr unter dem Rekordwert von 2011 mit 5,2 Milliarden Euro bleiben werde. Den Bericht über das dritte Quartal will Daimler am 25. Oktober präsentieren.

    Dem Magazinbericht zufolge müssen wegen der aktuellen Probleme mindestens drei Milliarden Euro eingespart werden, um die ab 2013 angepeilte Umsatzrendite - also das Verhältnis von operativem Gewinn zu den Erlösen - in der Pkw-Sparte von zehn Prozent zu erreichen. Im vergangenen Jahr waren es neun Prozent. Die auch Ebit-Marge genannte Kennziffer dient als Gradmesser für die Profitabilität einer Firma. Daimler liegt hier bereits seit längerem hinter den Konkurrenten Audi und BMW zurück. Bis 2020 wollen die Stuttgarter die Nummer eins im Oberklasse-Segment werden.

    Das «Manager Magazin» schreibt unter Berufung auf eine Daimler-interne Studie, dass die Stuttgarter personell deutlich zu breit aufgestellt seien. Demnach beschäftigt Daimler im Vergleich zu BMW und Audi 8000 bis 10 000 Mitarbeiter zu viel.

    Ein Unternehmenssprecher sagte, eine solche interne Studie sei ihm nicht bekannt. Daimler habe nicht zu viele Beschäftigte. Ohnehin ließen sich die Mitarbeiterzahlen der drei Konkurrenten nicht vergleichen, weil die Unternehmen völlig unterschiedliche Strukturen hätten, wie etwa beim Händlernetz. «Fit for Leadership» sei ein Effizienz- und kein Stellenabbau-Programm, betonte der Daimler-Sprecher. Ende Juni arbeiteten bei Daimler weltweit knapp 274 000 Menschen.

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