40.000
  • Startseite
  • » Nachrichten
  • » Wirtschaft
  • » ADAC steigt aus Fernbusmarkt aus
  • Aus unserem Archiv
    München

    ADAC steigt aus Fernbusmarkt aus

    Nur ein Jahr nach dem Start zieht sich der ADAC aus dem umkämpften Markt für Fernbusse zurück und beendet seine Beteiligung am ADAC Postbus. Die Deutsche Post AG werde die Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen übernehmen, teilte der ADAC in München mit.

    ADAC Postbus
    Die gelben Engel ziehen sich zurück.
    Foto: Jan Woitas – DPA

    Über den Ausstieg des Automobilclubs war seit Monaten spekuliert worden. Der harte Wettbewerb in der Branche hat bereits andere Unternehmen hart getroffen: Erst am Wochenende war bekanntgeworden, dass das Offenbacher Unternehmen DeinBus.de als Pionier der Branche Insolvenz anmelden musste.

    Nach dem Ausstieg des ADAC will die Deutsche Post das Unternehmen, an dem sie und der ADAC jeweils 50 Prozent halten, künftig allein steuern und das Netz ausbauen. Der Post-Fernbus entwickle sich in einem wachsenden Markt wie geplant und das Unternehmen sei von ihm überzeugt, erklärte Post-Vorstand Jürgen Gerdes. «Darum werden wir das Netz im nächsten Jahr weiter ausbauen.»

    Noch im November werde das Gemeinschaftsunternehmen beendet und die Post übernehme die Anteile des ADAC. Für die Kunden ändere sich nichts.

    Der skandalgebeutelte ADAC begründete den Rückzug mit seiner eigenen Neuausrichtung und dem harten Preisdruck in der Branche. Stattdessen wolle man sich vor allem auf die Kernleistungen Hilfe, Rat und Schutz konzentrieren, erklärte der Automobilclub. Mit dem Schritt nutze man eine vertraglich vereinbarte Ausstiegsoption.

    Medienberichten zufolge stand das ADAC-Engagement bereits seit Monaten auf dem Prüfstand. Ursprünglich hatten sich die beiden Partner vorgenommen, zum Platzhirsch auf dem umkämpften Markt zu werden. Zuletzt bezifferte der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (BDO) den Marktanteil aber lediglich auf 8 Prozent. Damit fährt der ADAC-Postbus dem Marktführer MeinFernbus (45 Prozent) und Flixbus (24 Prozent) als Nummer zwei mit weitem Abstand hinterher.

    In den vergangenen Tagen hatte der mehrtägige Lokführer-Streik bei der Deutschen Bahn den Anbietern einen Nachfrageschub verschafft. Seit der Liberalisierung des Markts 2013 entwickelt sich der Fernbus-Markt in Deutschland rasant. Bereits im vergangenen Jahr nutzten neun Millionen Menschen einen Fernbus, in diesem Jahr könnten es nach bdo-Schätzungen doppelt so viele werden. Bei der Deutschen Bahn hat die neue Konkurrenz Umsatzeinbußen verursacht.

    Wirtschaft
    Meistgelesene Artikel
    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst

    Jochen Magnus

    0261/892-330 | Mail


    Fragen zum Abo: 0261/98362000 | Mail

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    Das Wetter in der Region
    Montag

    2°C - 4°C
    Dienstag

    4°C - 5°C
    Mittwoch

    6°C - 6°C
    Donnerstag

    5°C - 9°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    UMFRAGE
    Winter, oh Winter!

    Mit voller Kraft brach am Wochenende der Winter herein – allerdings ging ihm schnell die Puste aus. Wie finden Sie das Winterwetter?

    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!