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    Wegen Kosten und Sicherheit: Ältere bevorzugen Auslaufmodell

    So richtig durchgedrungen ist bisher nicht überall, dass am 1. November der neue Personalausweis an den Start geht.

    Rheinland-Pfalz. So richtig durchgedrungen ist bisher nicht überall, dass am 1. November der neue Personalausweis an den Start geht.

    Die Stadtverwaltung Bad Kreuznach beispielsweise meldet: Derzeit gibt es kaum Anfragen zum neuen Ausweis im Scheckkarten-Format. Auch im Rhein-Hunsrück-Kreis heißt es: keine Besonderheiten.

    Andernorts scheint eher Skepsis vorzuherrschen. So ist etwa bei der Stadtverwaltung Idar-Oberstein die Nachfrage nach den alten Personalausweisen deutlich gestiegen: Viele Bürger sichern sich noch das vertraute Dokument, bevor der elektronische Ausweis Standard wird. Im Oktober wurden in Idar-Oberstein bereits 200 „alte“ Ausweise ausgestellt – zwischen dem 1. und dem 18. Oktober 2009 waren es lediglich 144.

    Im Rathaus der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler beobachtet Pressesprecher Karl Walkenbach Ähnliches: „Derzeit werden im Bürgerbüro etwa doppelt so viele Personalausweise wie sonst üblich beantragt.“ Im Bürgerbüro der Verbandsgemeinde Bad Breisig berichtet Karin Ott: „Manche beantragen einen neuen Ausweis, obwohl ihr alter noch zwei Jahre läuft.“

    Ein bisschen spielt die Angst vor dem Neuen mit – für manche ist es aber auch eine Geldfrage, so der Tenor in Idar-Oberstein. Im Bürgerbüro Altenkirchen, wo „hin und wieder“ explizit nach der Ausstellung eines Ausweises in der bisherigen Form gefragt wird, bestätigt sich ein allgemeiner Trend: Es sind vor allem ältere Leute, die sich mit dem neuen Dokument nicht anfreunden können. Jüngere warten dagegen eher auf den neuen „Perso“, heißt es im Bürgerbüro Remagen. „Unterm Strich gleicht sich das etwa aus.“

    „Zu teuer“ ist für Magdalena Haberstroh aus dem Bürgerbüro der Verbandsgemeinde Hahnstätten (Rhein-Lahn-Kreis) ein vertrautes Argument – genauso wie für ihre Kollegen in der Verbandsgemeinde Nassau. „Nicht sicher genug“, sagen andere zu Haberstroh. Zur Verbandsgemeinde Montabaur kommen zwar nur jene, deren Ausweis jetzt ausläuft – allerdings viele ganz bewusst vor der Umstellung, um noch das alte Dokument zu ergattern. Derzeit kann auch nur dieses bestellt werden.

    Für die Zukunft ist die Verwaltung der Stadt Neuwied gut gerüstet. Die Behörde testet als eine von bundesweit 27 die technischen Voraussetzungen (etwa die Datenverbindungen) und verwaltungsinternen Abläufe rund um den neuen Perso. In Bad Kreuznach gibt es einen minutiösen Fahrplan: Am 29. Oktober wird die EDV-Anlage auf den neuen Pass umgestellt; ab 2. November (nach dem Feiertag) kann man ihn beantragen. Die Unterlagen werden an die Bundesdruckerei in Berlin weitergeleitet. Nach zwei bis drei Wochen soll der neue Pass fertig sein. Ordnungsamtsleiter Hans-Dieter Corell ist nicht abgeneigt, sich einen zuzulegen, „einfach weil er eine praktische Größe hat und damit ins Portemonnaie zu den anderen Karten passt“.

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