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    Berlin/Antalya

    Nach dem Putschversuch: Erneuter Schlag für die Tourismusindustrie

    Die Angst vor dem Terror in der Türkei war ohnehin schon groß. Nach dem Putschversuch und der Verhängung des Ausnahmezustands steigt die Verunsicherung - auch bei Touristen. Für die Urlaubsgebiete ist das verheerend.

    Weder die perfekte Urlaubskulisse noch die günstigen Preise oder der gute Service in den Hotels zum Beispiel am Mittelmeer können derzeit so viele Touristen nach Antalya locken wie in den vergangenen Jahren. "Der Tourismus in Antalya ist am Boden", sagt Basak Yilmaz, Betreiberin einer Bar am sonst beliebten Lara Beach.

    Die, die am Strand relaxen, sind zwar entspannt, doch viele sind gar nicht erst gekommen: Die staatliche Flughafenbehörde meldete für die erste Hälfte dieses Jahres einen Rekordrückgang der Passagierzahl in Antalya von 47 Prozent im Vergleich zu 2015. Und auch eine Umfrage unter Deutschen spricht Bände: Die wenigsten geben an, dass sie die Türkei für ein sehr sicheres Reiseland halten. Jeder dritte Befragte sagt sogar: Die Türkei ist "sehr gefährlich".

    Dabei ist in Antalya eigentlich alles wie vor dem Putschversuch. Ankara, Istanbul oder der unruhige Südosten der Türkei sind Hunderte Kilometer entfernt. Und so berechtigt der Ausnahmezustand in der Türkei Reisende auch nicht grundsätzlich dazu, kostenlos von gebuchten Reisen in das Land zurückzutreten. Der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover sagt, dass es allgemein kein Umstand höherer Gewalt ist. Das bezieht der Experte vor allem auf die Badeorte der Türkei - wie Antalya.

    In Istanbul und Ankara rät das Auswärtige Amt Reisenden nach dem Putschversuch hingegen zu äußerster Vorsicht: Im Zweifelsfall sollen sie in ihre Hotels zurückkehren. Für diese Städte schätzt auch Reiserechtler Degott die Lage anders ein: Hier geht er schon davon aus, dass man Städtereisen etwa nach Istanbul nun wegen höherer Gewalt absagen kann.

    Die großen Reiseveranstalter wie TUI und Thomas Cook hatten ohnehin schon vor der Bekanntgabe des Ausnahmezustands Reisenden die Möglichkeit eingeräumt, Städtereisen nach Istanbul für Abreisen bis zum 31. Juli kostenfrei umzubuchen oder zu stornieren.

    Wer trotz allem in der Türkei ist oder dorthin reisen möchte, dem empfiehlt das Auswärtige Amt, immer einen gültigen Ausweis bei sich zu haben. Denn wegen des Ausnahmezustands können überall Ausgangssperren verhängt und Personen kontrolliert werden.

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