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    Göttinger Professor stirbt unter Felsmassen

    Er wollte prüfen, ob der Weg trotz Erdbeben für seine Studenten sicher ist. Dabei wurde Matthias Kuhle in Nepal von herabstürzenden Felsen getroffen. Jetzt ist der Göttinger Geografieprofessor tot.

    Opfer des Erdbebens: Geografieprofessor Matthias Kuhle aus Göttingen.
    Opfer des Erdbebens: Geografieprofessor Matthias Kuhle aus Göttingen.
    Foto: dpa

    Von Matthias Brunnert

    Kuhle leitete eine Exkursion der Universität Göttingen. Der international renommierte Geografieprofessor und Eiszeitforscher war am Samstag mit seiner Gruppe vom Geographischen Institut der Göttinger Universität im nepalesischen Himalaja auf dem Abstieg von Jagat nach Dobhan. Die Wissenschaftler befanden sich in einer engen Schlucht, als sie von dem Erdbeben überrascht wurden. Über weitere Opfer aus Deutschland neben dem Göttinger Forscher ist bisher nichts bekannt.

    Seine Studentinnen und Studenten blieben unverletzt

    Kuhle befand sich ein gutes Stück der Gruppe voraus, vermutlich, um die Sicherheit des Weges zu überprüfen. Während der Erschütterungen wurde der Wissenschaftler von herabstürzenden Felsmassen am Kopf getroffen und tödlich verletzt. Die übrigen Teilnehmer der Exkursion - 15 Studierende und ein weiterer Wissenschaftler - blieben bis auf kleinere Verletzungen unversehrt.

    Der ums Leben gekommene Kuhle - ein erfahrener Bergsteiger - galt als herausragender Himalaja-Kenner und Hochgebirgsgeograf. Er war in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Dutzend Mal zu Forschungsreisen in der Region unterwegs. Sein besonderes Interesse galt der Entstehung und den Folgen von Eiszeiten. Bekannt wurde er durch den Nachweis eines tibetischen Inlandeises und dessen Einfluss auf die globalen Eiszeitzyklen. Den überlebenden Teilnehmern der Exkursion geht es "den Umständen entsprechend gut", sagte der Sprecher der Universität Göttingen, Thomas Richter. Die Gruppe soll nach Kathmandu gebracht werden.

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