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    Einwurf: Das elektrische Leben ist voller Kompromisse

    Vor gut zwei Jahren packte mich das E-Autofieber. Wer, wenn nicht ich mit überwiegend Stadtkilometern und Lademöglichkeit zu Haus, wäre als E-(Vor-)Reiter prädestiniert? Aber der ins Auge gefasste elektrische Smart war nicht mehr lieferbar, die Daimler AG gönnte sich eine eineinhalbjährige Auszeit vom kleinen Stromer; das neue Modell ließ auf sich warten. Also wählte ich doch wieder einen Benziner.

    Wenigstens auf zwei Rädern fährt der Autor schon elektrisch. 
    Wenigstens auf zwei Rädern fährt der Autor schon elektrisch. 
    Foto: Damian Morcinek

    Jochen Magnus zur Qual der Wahl beim E-Auto-Kauf

    Ein Jahr später, am 1. April 2016, kam der Paukenschlag: Tesla will ein Mittelklasseauto auf den Markt bringen. In Kalifornien war der Tag noch nicht um, da saß ich schon am 2. April frühmorgens am Rechner und gab 1000 Euro für die Reservierung des Model 3 aus. Trotzdem kam ich nicht mehr unter die ersten 100.000. Aber das hätte auch nichts genutzt. Denn Tesla praktiziert „America first“ und will zunächst mal US-Kunden beliefern. Irgendwann, vielleicht noch 2018, kommt Europa dran.

    Bis dahin dürfte die Leihfrist meines smarten Benziners verstrichen sein, und ich schaue mich jetzt vorsichtshalber nach Alternativen um. Den neuen E-Smart habe ich schon mal ausprobiert. Fazit: ein prima Auto. Vor zwei Jahren hätte ich mich spontan dafür entschieden. Aber bald habe ich auch größere Touren zu bewältigen. Und dafür ist der Akku zu klein. Also eine Nummer größer: BMW i3 oder E-Golf. Schon auf die Probefahrten musste ich lange warten: Die Händler haben keine eigenen Fahrzeuge; müssen die Vorführer beim Werk bestellen. So richtig rund läuft dieser E-Verkauf nicht, einen Verbrenner kann man deutlich schneller ausprobieren und kaufen. Am schlechtesten läuft es übrigens bei Opel: Der vollmundig angekündigte Ampera-e, der von GM in den USA gebaut wird, gelangt wohl frühestens Ende 2018 über den Großen Teich zum deutschen Kunden. Auch hier gilt wieder das Motto „America first“.

    Was mein Luxusproblem noch komplizierter macht: Ich bin eher der offene Typ, ein eingefleischter Cabrio-Fahrer. Noch nie hatte ich keins. Und da bliebe nur der E-Smart, aber, siehe oben: zu kleine Batterie. Beim E-Golf, ansonsten mein derzeitiger Favorit, kann ich nicht einmal ein Schiebedach dazu kaufen: angeblich zu schwer!

    Da mir leider die Optik von BMW i3, Renault Zoe und Co. nicht gefällt, driften meine Gedanken nun doch wieder ins Fossile ab … Mein ökologisches Gewissen könnte ich belügen, schließlich fahre ich bereits elektrisch: Ein Motorrad der praktisch konkurrenzlosen Marke Zero. Man sieht diese kalifornischen Sportgeräte leider kaum auf den Straßen, denn die Motorradfahrer verweigern sich der sanften Mobilität noch mehr als die Autonarren. Bis eines Tages die Erkenntnis durchgesickert ist: Elektrisch zu fahren ist nicht nur öko, sondern macht viel mehr Spaß!

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