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    New York

    Zeitung: Intel arbeitet an Online-Fernsehdienst

    Intel erwägt laut einem Zeitungsbericht einen Einstieg in den hart umkämpften amerikanischen Fernsehmarkt. Der weltgrößte Chiphersteller arbeite an einer Art «virtuellem Kabel-Betreiber» mit einem Abo-Angebot an US-Fernsehkanälen, berichtete das «Wall Street Journal».

    Intel versuche bereits seit einigen Monaten, die Programmanbieter für einen solchen Dienst zu gewinnen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Deals scheinen bisher aber nicht zustande gekommen zu sein. Intel plane, für den Dienst eigene Settop-Boxen zu vertreiben und habe auch bereits eine Bedienoberfläche demonstriert.

    Der US-Fernsehmarkt wird von Kabelbetreibern, Satellitenfirmen und Telekom-Anbietern beherrscht, die Zugangsgebühren von Nutzern bekommen. Dem «Wall Street Journal» zufolge überweisen sie dafür jährlich 38 Milliarden Dollar an die Fernsehsender.

    Schon Apple-Gründer Steve Jobs soll jahrelang versucht haben, diese Strukturen aufzubrechen – aber am Widerstand der Fernsehsender gescheitert sein, die Angst um ihre angestammten Einnahmequellen hatten. Erst vor kurzem erzählte CBS-Chef Leslie Moonves, Jobs habe bei ihm vergeblich für einen Abo-Dienst geworben. Apple kann bisher nur einzelne Sendungen auf seiner iTunes-Plattform anbieten. Ein Deal mit der TV-Branche gilt als Schlüsselelement für einen möglichen Apple-Fernseher, der laut Medienberichten bald auf den Markt kommen könnte. Erst vor wenigen Tagen brachte das Unternehmen eine neue Generation der Settop-Box Apple TV auf den Markt, die jetzt auch Video in voller HD-Auflösung (1080p) unterstützt.

    Auch Google hat ambitionierte Pläne, die US-Fernsehlandschaft zu verändern. Der Internet-Konzern rüstet seine Videoplattform YouTube gerade mit hunderten Themenkanälen auf, die Plattform Google TV soll Online-Inhalte mit klassischem Fernsehen verschmelzen. Eine erste Auflage der Google-TV-Geräte kam bei Verbrauchern allerdings schlecht an, was unter anderem an einer umständlichen Bedienung und einem Mangel an attraktiven Inhalten gelegen haben soll.

    Bei Intel versucht Konzernchef Paul Otellini schon seit einiger Zeit, das Unternehmen über die reine Chip-Produktion hinaus zu wachsen zu lassen. Bisherige Initiativen im Bereich der Unterhaltungselektronik wie die «Viiv»-Plattform, die für ein reibungsloses Zusammenspiel verschiedener Geräte sorgen sollte, hatten aber eher wenig Erfolg.

    «WSJ»-Bericht

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