40.000
Aus unserem Archiv
Moskau/Berlin

Virenjäger: Riesen-Aufwand hinter Stuxnet-Ableger Duqu

dpa

Die Entwickler des mit Stuxnet verwandten Trojaners Duqu haben offenbar einen einzigartigen Aufwand betreiben: Nach Erkenntnissen russischer Virenjäger wurden Teile der Schadsoftware in einer bisher unbekannten Programmiersprache geschrieben.

Dadurch sei Duqu besonders schwer zu entdecken gewesen, sagte Vitali Kamljuk, Analyst der IT-Sicherheitsfirma Kaspersky Lab, am Mittwoch der dpa. Duqu hatte bereits im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt. In ihm fand sich zum Teil Code aus dem Stuxnet-Wurm wieder, mit dem iranische Atomanlagen sabotiert wurden.

Stuxnet gilt als der bisher perfekteste Computerschädling, angesichts des großen Aufwands für seine Entwicklung vermuten Sicherheitsexperten westliche Geheimdienste dahinter. Während Stuxnet darauf ausgerichtet war, Industrieanlagen zu stören, war Duqu ein reines Spionage-Werkzeug.

«Es sieht danach aus, dass ein Teil von Duqu mit einer eigens dafür entwickelten Programmiersprache geschrieben wurde», sagte Kamljuk. Es gehe davon aus, dass damit auch weitere Schadsoftware produziert wurde, die bisher unentdeckt geblieben sei. «Es wäre zu aufwendig, eine ganze Programmierumgebung nur für ein einziges Programm zu schaffen.» Dafür müssten mehrere Softwarespezialisten monatelang arbeiten. «Forscher von Kaspersky Lab haben bestätigt, dass die Sprache objektorientiert ist und eigene Aktivitäten ausführt, die für Netz-Programme geeignet sind.»

Nach der Entschlüsselung des betroffenen Duqu-Moduls, das für die Kommunikation zum Auftraggeber des Trojaners zuständig gewesen sei, habe Kaspersky jetzt den «Fingerabdruck», um damit nach verwandter Software zu suchen. Nach Informationen der Virenforscher wurde Duqu zum Teil schon vor Stuxnet entwickelt, auch wenn das Programm erst gut ein Jahr später als der Industriesabotage-Wurm bekannt wurde.

Internet & Computer
Meistgelesene Artikel
Anzeige
epaper-startseite
Anzeige
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Das Wetter in der Region
Freitag

1°C - 10°C
Samstag

-1°C - 9°C
Sonntag

1°C - 6°C
Montag

1°C - 5°C

Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

Das Wetter in Koblenz
Freitag

2°C - 10°C
Samstag

-1°C - 9°C
Sonntag

1°C - 6°C
Montag

1°C - 5°C
UMFRAGE
Schnörzen, Dotzen oder Gribschen - Wer tut's noch?

Nach dem Martinszug ziehen die Laternenkinder mit ihren Eltern nochmal los. Sie klingeln an Haustüren, singen Martinslieder und bekommen dafür Mandarinen, Nüsse oder Süßigkeiten. Dieser Brauch heißt je nach Region Schnörzen, Dotzen oder Gribschen. Aber gibt es diese Tradition überhaupt noch?

Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

Onliner vom Dienst
Maximilian Eckhardt
0261/892743
Kontakt per Mail
Fragen zum Abo: 0261/98362000

Anzeige
Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!