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Hamburg/Bonn

UMTS-Auktion von 2000 machte Mobilfunker arm

Bereits vor zehn Jahren kamen in einer spektakulären Auktion begehrte UMTS-Frequenzen unter den Hammer. Bei großer Aufbruchstimmung und in einer breiten Euphorie in der Branche galt UMTS quasi als Lizenz zum Gelddrucken.

Sechs Unternehmen bezahlten dafür insgesamt rund 50 Milliarden Euro. Doch die Ernüchterung folgte auf dem Fuße. An der Börse kam es zu gewaltigen Kurseinbrüchen bei Telekom- und Internetwerten. Die Internetblase war geplatzt.

Das große Geschäft mit dem Mobilfunk ließ fortan auf sich warten, die hochgesteckten Erwartungen wurden enttäuscht. Die finanziellen Konsequenzen der Auktion und die Schuldenlast brachten viele Unternehmen in große Schwierigkeiten. Die Versteigerung machte die Mobilfunker arm. Zwei UMTS-Bieter Mobilcom (France Telecom) und Quam (Sonera/Telefónica) warfen das Handtuch. Insgesamt 15 Milliarden Euro setzten sie komplett in den Sand. Andere mussten Milliarden-Beträge abschreiben.

Was war schief gegangen? Das mobile Datengeschäft erwies sich für die meisten Kunden als noch zu teuer; der Netzaufbau verzögerte sich, die Endgeräte und entsprechende Anwendungen fehlten. Gleichzeitig wurden neue Technologien wie das kabellose Internet WLAN entwickelt, das UMTS zumindest lokal begrenzt schnell den Rang ablief. Inzwischen nutzen viele Kunden das mobile Internet via UMTS, unter anderem auch begünstigt durch das beliebte iPhone. Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom gab es zum Jahreswechsel rund 24 Millionen UMTS-Anschlüsse in Deutschland – rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

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