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    T-Systems will mit IT-Sicherheit Kunden gewinnen

    Hannover (dpa) -- Die strengeren Datenschutzregeln hierzulande verschaffen deutschen IT-Unternehmen nach Meinung von T-Systems-Chef Reinhard Clemens einen enormen Wettbewerbsvorteil. «Sicherheit spielt eine extrem große Rolle, das sehen wir bei unseren großen Kunden», sagte der Chef der Telekom-Großkundensparte am Dienstag auf der Cebit in Hannover.

    "Man vertraut dem Standort Deutschland das Thema Sicherheit wesentlich mehr zu, als anderen Ländern." «Made in Germany» könne zum Verkaufsschlager für IT- Dienstleistungen werden, sagte Clemens. Der IT-Verband Bitkom hatte im Vorfeld der CeBit bereits für eine «deutsche Cloud» geworben.

    Bisher wird dieser Markt von US-amerikanischen Unternehmen dominiert. Beim «Cloud-Computing» geht es darum, IT-Dienste über Netzwerke zur Verfügung zu stellen und die Daten auf Rechnern im Internet zu speichern - Experten sprechen von einer «Cloud» (Wolke).

    Die «deutsche Cloud» habe sehr viel mit Sicherheit zu tun, sagte Clemens, «weil wir die Anforderungen an den Datenschutz hier sicherstellen können». T-Systems will deshalb neue eigene Rechenzentren nur noch in Deutschland bauen. Die Großkundensparte betreibt trotzdem auch immer noch weltweit Rechenzentren für ihre Kunden. Über Outsourcing-Verträge könnten auch noch neue hinzukommen.

    Dabei entscheiden sich die Unternehmen manchmal nicht ganz unfreiwillig für die Infrastruktur hierzulande: Der Telekomanbieter Telefónica O2, der seinen Geschäftskunden auch Serverplatz für Webseiten und Anwendungen zur Verfügung stellt, setzt aus datenschutzrechtlichen auf Rechenzentren in Deutschland. «Wir müssen den den Datenschutzbestimmungen genügen, das machen wir, indem wir Datencenter in Deutschland betreiben», erklärt der für den Bereich zuständige O2-Geschäftsführer Johannes Pruchnow.

    Der Vorstandssprecher des Hosting-Anbieters 1&1, Robert Hoffmann, sieht Datenschutz unterdessen nicht als alleinige Kernkompetenz deutscher Unternehmen beim Cloud Computing. «Qualität, dazu gehört auch Sicherheit, Flexibilität und schließlich der Preis müssen stimmen.» Außerdem zeichneten sich die IT-Unternehmen in Deutschland nach wie vor durch ihre Technologie aus. Die Verantwortung für Kundendaten sieht Hoffmann nicht allein bei der Gesetzgebung. «Nicht der Staat, sondern die Unternehmen müssen für Sicherheit sorgen.»

    Bereits vor der Cebit hatte das Thema Datensicherheit in Deutschland für Diskussionsstoff gesorgt. Ausgelöst von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) war am Beispiel von Googles umstrittenem Straßenbild-Projekt «Street View» in den vergangenen Wochen eine heftige Debatte über den Schutz von Daten im Internet entbrannt. Am Dienstag kippte das Bundesverfassungsgericht außerdem die Massen- Speicherung von Telefon- und Internetdaten zur Strafverfolgung. Das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verstoße derzeit gegen das Telekommunikationsgeheimnis, hieß es in dem Urteil.

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