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Stuttgart

Supercomputer «Hermit» der Universität Stuttgart übergeben

dpa

Sein Name ist «Hermit» und er soll das Klima vorhersagen und Krankheiten bekämpfen: Der aktuell schnellste Supercomputer Deutschlands ist am Freitag offiziell der Universität Stuttgart übergeben worden.

Hermit braucht ein bisschen Platz – und ist nur per Simulation komplett zu sehen: 136 Quadratmeter Grundfläche. Der Superrechner hat 2,7 Petabyte Festplattenkapazität und 126 TB Arbeitsspeicher.
Hermit braucht ein bisschen Platz – und ist nur per Simulation komplett zu sehen: 136 Quadratmeter Grundfläche. Der Superrechner hat 2,7 Petabyte Festplattenkapazität und 126 TB Arbeitsspeicher.
Foto: HLRS

Stuttgart – Sein Name ist «Hermit» und er soll das Klima vorhersagen und Krankheiten bekämpfen: Der aktuell schnellste Supercomputer Deutschlands ist am Freitag offiziell der Universität Stuttgart übergeben worden.

Super-Rechner Hermit
Geräumiges Teil, findet Bundesforschungsministerin Annette Schavan: Der Super-Rechner «Hermit» ist nicht nur riesig, sondern auch extrem leistungsfähig.
Foto: Bernd Weißbrod – DPA

Mit einer Leistung von einem Petaflop – einer Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde – ist «Hermit» auch der schnellste zivil genutzte Rechner Europas. Er kann etwa 20.000 mal mehr Rechenoperationen in der gleichen Zeit ausführen als ein PC. Hermit besteht aus 38 Schränken mit je 96 Servern.

Bisher hat der Rechner rund 22,5 Millionen Euro gekostet, er soll jedoch noch weiter ausgebaut werden. Sein jährlicher Betrieb verschlingt etwa zwei Millionen Euro.

Bislang war das IBM-System «Jugene» aus dem Forschungszentrum Jülich mit einer Leistung von 825 Teraflops schnellster Computer Deutschlands. Aber auch Hermit hat noch eine vergleichsweise lange Leitung gegen den schnellste Supercomputer der Welt. Der kommt aus Japan. Mit acht Billiarden Rechenschritten pro Sekunde (Petaflops) hat sich das System «K Computer» von Fujitsu an die Weltspitze katapultiert. Er hatte bei seiner Inbetriebnahme im Sommer 2001 den vormaligen Spitzenreiter mit der mehr als dreifachen Leistung überrundet und führt seither die Top 500-Liste an. Hermit steht dort jetzt auf Rang 12.

Der Supercomputer soll unter anderem Modelle zum Klimawandel verarbeiten und in der Forschung über den menschlichen Knochenbau und zur Bekämpfung von Herzkrankheiten eingesetzt werden. Seit vergangenem Herbst hatte «Hermit» erste Probeläufe bestritten.

Der Rechner wurde vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) und Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) übergeben.

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