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Berlin

Neues Portal produziert nach Vorgaben aus dem Netz

dpa

Nach US-Vorbild haben zwei Unternehmer aus Bochum ein Medienportal gestartet, das seine Themen allein am Interesse von Internet-Nutzern ausrichtet.

Die «Inhaltefabrik» nutzt dafür selbst entwickelte Programme, die ermitteln, welche Themen jeweils die größte Beachtung finden, wie Mitbegründer Veit Siegenheim am Donnerstag erläuterte.

Nach diesen Vorgaben aus dem Netz produziert ein Team von drei bis vier Redakteuren und 20 Videojournalisten eigene Filme und Texte mit Erklärungen zu den gerade aktuellen Themen. Siegenheim spricht von «bedarfsgetriebenen Inhalten» und sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Wir verstehen uns als Medienfabrik.» Es gehe darum, «eine Infrastruktur für genügend interessante Inhalte zu schaffen, mit der man Geld verdienen kann».

Mit dem Argument der besonders hohen Relevanz wirbt das Unternehmen um Werbepartner. Außerdem werden Partnerschaften mit anderen Medien angestrebt, die Filme der Inhaltefabrik übernehmen wollen. Nach dem Start des Portals im Internet sollen die Filme auch über den privaten Fernsehsender von Siegenheims Mitgesellschafter Andre Zalbertus ausgestrahlt werden.

In der Medienbranche finde eine Industrialisierung statt, sagte Siegenheim. Qualitätsjournalismus werde sich zunehmend auf wenige große Marken konzentrieren. «Daneben wird es Medien geben, die neue Produktionsmodelle verfolgen und spezielle Interessen bedienen.»

Beim Umgang mit Google frage die Medienbranche bislang meist nur, ob das kalifornische Unternehmen eher Freund oder Feind sei, sagte Siegenheim. «Das dritte Modell geht der Frage nach: Wie kann ich von Google profitieren?» Zur Ermittlung der Relevanz setzt das Projekt sogenannte Web-Crawler ein, die das Internet nach Themen durchsuchen. Außerdem wird auch untersucht, wie oft auf Webseiten mit diesen Themen zugegriffen wird, erklärte Siegenheim.

Vorbild für das Projekt ist demandmedia.com in den USA. Zur Finanzierung spricht die inhaltefabrik GmbH nach Angaben Siegenheims auch mit ausländischen Investoren. «Wir haben einen sehr langen Atem», sagte der Geschäftsführer.

http://www.inhaltefabrik.de/

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