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Schaumburg

Motorola setzt große Hoffnungen auf Smartphones

dpa

Die angeschlagene Telekomfirma Motorola verliert mit ihren Handys weiterhin Geld. Doch langsam scheint das Schlimmste überstanden. Mehr denn je setzt der Konzern auf die multifunktionalen und hochprofitablen Smartphones.

Co-Chef Sanjay Jha berichtete am Donnerstag in Schaumburg (US-Bundesstaat Illinois) von steigenden Verkäufen im ersten Quartal. «Wir sind in einer starken Position, unseren Anteil im schnell wachsenden Smartphone-Markt auszubauen.»

Zu Jahresbeginn konnte Motorola seinen Verlust mit Handys immerhin eingrenzen. Gleichzeitig verdiente das Unternehmen in seiner Geschäftskunden-Sparte deutlich mehr. So kam überraschend ein Konzerngewinn von unterm Strich 69 Millionen Euro heraus, nachdem Motorola im Vorjahreszeitraum noch 231 Millionen Dollar verloren hatte.

Die Anleger waren begeistert: Die Aktie ging im frühen New Yorker Handel um 7 Prozent hoch. Über Jahre hatten sich die Börsianer nur Hiobsbotschaften von der Handy-Front anhören müssen. Der einstigen Perle im Konzern fehlten durchschlagende neue Produkte. An das Erfolgsmodell «Razr» kam bis dato kein Nachfolger heran.

Beim Umsatz büßte die Handy-Sparte weiter ein. Zusammen mit einem rückläufigen Geschäft mit Empfangsboxen fürs Kabelfernsehen drückte dies die konzernweiten Erlöse um 6 Prozent auf 5,0 Milliarden Dollar. Nicht zuletzt dank kräftiger Einsparungen verdiente Motorola dennoch wieder Geld. In der Krise hatte der Konzern Tausende von Stellen gestrichen und die Führung ausgewechselt.

Von den zuletzt ausgelieferten 8,5 Millionen Handys waren 2,3 Millionen Smartphones. Motorola hatte alleine zu Jahresbeginn sechs neue Modelle herausgebracht. Das Unternehmen nutzt dabei das Betriebssystem «Android» von Google.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Erst am Mittwoch hatte Hewlett-Packard die Übernahme des Smartphone-Hersteller Palm verkündet. Damit will der Computerhersteller zu einem der führenden Kräfte in der Branche aufsteigen. Derzeit sind besonders Apple mit seinem iPhone und RIM mit seinen Blackberrys erfolgreich.

Motorolas Stärke liegt aktuell eher im Geschäft mit Firmenkunden. Der zweite Konzernchef Greg Brown sprach hier von einem guten Lauf zu Jahresbeginn. Motorola stellt unter anderem Barcode-Scanner, Funketiketten-Lesegeräte, Rundfunktechnik, Sicherheitssysteme und Handy-Netztechnik her.

Doch nicht mehr lange werden die beiden Sparten unter einem Dach vereint sein. Der Konzern soll aufgespalten werden, um rascher auf die sich ändernden Marktbedingungen reagieren zu können. Die Teilung erfolgt über die Ausschüttung einer Dividende, die aus Aktien besteht. Beide Teile werden aber unter Motorola firmieren.

Bis es soweit ist, will sich Motorola aber erholen. Im zweiten Quartal will das Unternehmen 0,07 bis 0,09 Dollar je Aktie verdienen. Das wäre bis zu dreimal mehr als zuletzt.

Zwischenbilanz Q1 2010

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