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    Karlsruhe

    Kunst-Zentrum vergibt weltweit erste App Art Awards

    Mit den weltweit ersten App Art Awards will das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) die Anwendungen für Handys und tragbare Computer als neue Kunstform etablieren.

    Apps
    Ein Apple iPhone 3Gs, auf dem die Icons verschiedener Apps (Programme) angezeigt werden: Manche Apps gelten inzwischen als Kunst.
    Foto: DPA

    «Früher gab es Fresken an den Decken, dann das wegen seiner Beweglichkeit ungeheuer erfolgreiche Tafelbild auf Leinwand oder Holz, heute gibt es Apps, mit denen die Kunst so mobil geworden ist wie noch nie zuvor», sagt ZKM-Chef Peter Weibel. «Aus einer praktischen Anwendungsform ist inzwischen längst Kunst geworden.»

    Ziel des Wettbewerbs ist nach Weibels Worten, der Öffentlichkeit die Apps als Kunst nahezubringen - «indem man beispielsweise neben den klassischen App-Kategorien Wirtschaft, Spiele, Nachrichten, Sport oder Gesundheit eine Sparte "Kunst" anbietet», sagt er. Während sich in der Computerbranche nichts mehr tue, sei in den vergangenen Jahren kein Markt so gigantisch explodiert wie der der Apps - inzwischen tummeln sich mindestens 700 000 dieser Anwendungen auf dem Markt. «Das sind 700 000 Kunstwerke», sagt Weibel.

    Für den App Art Award, der am kommenden Freitag (8. Juli) in den Kategorien «technische Innovation» und «künstlerische Innovation» verliehen wird, waren über 90 Apps eingereicht worden. Sie stammen aus 14 Nationen, darunter der Schweiz, Österreich oder auch Südkorea und China. Software-Programmierer, Künstler oder einfach Liebhaber von Apps konnten sich beteiligen; für die Auswahl wurden die Beiträge allerdings anonymisiert - «um der Fairness willen», sagt Weibel. Eine achtköpfige Jury wählt die Preisträger aus.

    Mit im Wettbewerb ist etwa der amerikanische Medien-Künstler Scott Snibbe. Er entwickelte eine visuelle Tastatur: Mit den Fingern kann der User, der Benutzer, über die Benutzeroberfläche kratzen. Es entsteht Musik. «Damit wird nicht sinnlos irgendetwas abgerufen, sondern es formen sich neue Samples», erklärt Weibel.

    Der Mediengestalter Rainer Kohlberger aus Österreich verwandelt auf seinem eingereichten App mit der Kamera eingefangene Bilder mit Hilfe einer mathematischen Formel in Töne, die sich wiederum in geometrische Formen übersetzt. «Bilder-Töne, Töne-Bilder - das ist das Hauptgebiet der eingereichten Apps», erklärt Weibel.

    Die Mehrzahl wurde für das Apple-Betriebssystem i.OS programmiert, rund 20 Anwendungen für das Betriebssystem Andreoid, mit dem andere Smartphones, Netbooks oder Mobiltelefone arbeiten. Für diese beiden Plattformen werden weltweit die meisten Apps produziert. Die Hauptpreise des App Art Awards sind mit je 10 000 Euro dotiert, ein ebenfalls ausgelobter Nachwuchspreis mit 5000 Euro.

    Das ZKM hat sich vorgenommen, die App Art Awards in den nächsten Jahren fest zu etablieren. Außerdem will es laut Weibel das weltweit erste Museum werden, das sehens- beziehungsweise benutzenswerte Apps speichert: «Für die nachfolgenden Generationen.»

    Infos zum App Art Award

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