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    Investitionen in Blackberry-Tablet belasten RIM-Bilanz

    Der kanadische Blackberry-Anbieter Research in Motion (RIM) rechnet wegen der bevorstehenden Einführung seines Tablet-Computers «Playbook» mit hohen Kosten für Entwicklung und Vermarktung. Deshalb werde die Bruttomarge im laufenden ersten Geschäftsquartal, das am 28. Mai endet, deutlich niedriger ausfallen, kündigte RIM nach US-Börsenschluss am Donnerstag an.

    Blackberry-Shop
    Blackberry-Shop in der indonesischen Hauptstadt Jakarta.
    Foto: DPA

    Die Börsianer reagierten entsetzt auf die Prognose: Die Aktie fiel im frühen Handel am Freitag vorbörslich um mehr als zehn Prozent. Dabei hatte RIM im Schlussquartal des vergangenen Geschäftsjahres (bis Ende Februar) recht gut abgeschnitten: Der Umsatz stieg um 36 Prozent auf knapp 5,6 Milliarden Dollar (3,96 Mrd Euro); der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 31,5 Prozent auf 934 Millionen Dollar.

    Sorgen bereitet RIM, dass Kunden, die weiterhin zu den Blackberrys stehen, vermehrt zu den billigeren Modellen greifen. An denen verdienen die Kanadier weniger als an den teureren Geräten. RIM wird bisher wie die Konkurrenz vom Boom der Smartphones beflügelt. Das Unternehmen verkaufte so viele multifunktionale Handys wie noch nie zuvor; allein im Schlussquartal waren es 14,9 Millionen Stück. Doch die Rivalen wachsen noch schneller und drohen, RIM auf die Dauer an die Wand zu spielen.

    Nach Berechnungen des Marktforschers IDC hatte Apple mit seinem iPhone die Blackberrys zum Ende des Kalenderjahres überholt. Der Marktanteil des iPhone lag bei 16,1 Prozent; die besonders bei Geschäftsleuten beliebten Blackberrys kamen nur noch auf 14,5 Prozent. Viele Kunden griffen auch zu Handys mit dem Android-Betriebssystem von Google.

    RIM sei exzellent aufgestellt, um von der starken Nachfrage nach mobilen Geräten zu profitieren, sagte Co-Chef Jim Balsillie unverdrossen. RIM war einer der Pioniere der Technik, hatte aber den Trend zu Touchscreens verschlafen. Zudem war das alte Betriebssystem der Handys nur bedingt multimediatauglich. Zuletzt brauchte RIM etliche Monate, um ein Konkurrenzgerät zum Tablet-Computer Apple iPad zu entwickeln.

    Der Verkauf des Tablet Computers Playbook startet nun am 19. April in Nordamerika. Apple ist inzwischen mit der zweiten Version seines iPad auf dem Markt und kann sich vor Kunden kaum retten. Vor den Geschäften stehen die Menschen immer noch Schlange. Am Freitag startete der Verkauf des iPad 2 auch in Deutschland und anderen Ländern. Wann das Playbook hierzulande angeboten wird, ist noch unklar. Zuletzt war von Juni die Rede. Am Donnerstag kündigte RIM auch neue Werkzeuge für Software-Entwickler an, mit denen Blackberry- und Android-Apps einfach auf das Playbook portiert werden könnten.

    RIM-Mitteilung

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