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    Intel verliert hochrangigen Mobil-Manager

    Santa Clara/Berlin (dpa) - Intel hat einen hochrangigen Manager aus dem wichtigen Geschäftsbereich für ultrakleine mobile Geräte verloren. Der langjährige Manager Anand Chandrasekher (48) arbeitet bereits nicht mehr für den weltgrößten Chiphersteller, bestätigte ein Unternehmens-Sprecher der dpa.

    Intel
    Das Logo des US-amerikanischen Chipherstellers Intel vor dem Gebäude der Deutschland-Zentrale in Feldkirchen bei München.

    Unter der Verantwortung von Chandrasekher war es Intel in den vergangenen Jahren nicht gelungen, im derzeit boomenden Markt für Smartphones und Tablet-PCs erfolgreich Fuß zu fassen.

    Nach 24 Jahren bei Intel wolle er sich anderen Herausforderungen stellen, erklärte Chandrasekher. «Ich habe bei Intel getan, was ich mir vorgenommen hatte und glaube, dass es jetzt Zeit ist, andere Möglichkeiten zu erkunden.» Chandrasekher hatte in den vergangenen Jahren das «Intel Mobility»-Geschäft mit Prozessoren für Laptops und ultra-kleine mobile Geräte verantwortet. Nach dem ersten Centrino-Chip mit integrierter Internet-Verbindung waren unter seiner Leitung die Mobil-Chips der Atom-Serie entstanden.

    Zuletzt dürfte der Manager allerdings unter deutlichen Druck geraten sein. Intel hat Schwierigkeiten, sich im Mobilmarkt mit seinen stromhungrigen Prozessoren gegen Konkurrenten durchzusetzen, die vielfach auf Komponenten des Chipdesigners ARM setzten. So laufen das iPhone von Apple, die Android-Smartphones und die Handys mit Windows Phone 7 in der Regel mit ARM-Mikroprozessoren. Intel geriet immer mehr ins Hintertreffen.

    «Die Konkurrenz ist direkt an ihnen vorbeigezogen», sagte Analyst Ashok Kumar von Rodman & Renshaw dem Branchenmagazin «c'net». Im Smartphone- und Tablet-Markt sei Intel bestenfalls ein Anbieter unter vielen.

    Chandrasekher wurde auf den Entwicklerforen des Unternehmens in den vergangenen Jahren nicht müde, immer neue Prototypen für die Nutzung des Internet auf ultramobilen Geräten zu demonstrieren. Chandrasekher war allerdings sogar zu einer Zeit davon überzeugt, dass das Internet in der Hosentasche noch einige Jahre dauern würde, als das iPhone längst in vielen Taschen steckte.

    Atom-Chips von Intel laufen derzeit zwar in Tablet-PCs, die mit Microsoft Windows bestückt sind. «Aber Windows-Tablets sind nicht besonders populär, mit Ausnahme einiger spezieller Anwendungen», sagte Linley Gwennap, Analyst bei der Chip-Beratungsfirma The Linley Group gegenüber «c'net». Im Januar kündigte Intel ein erstes Smartphone an, das mit dem neuen Atom-Chip «Medfield» bestückt ist. Es soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

    Die Leitung der Ultra Mobility Group übernehmen ab sofort die bisherigen Vizepräsidenten Dave Whalen und Mike Bell aus der Intel Architecture Group in einer Doppelspitze. Den von Chandrasekher eingeschlagenen Kurs bei der Entwicklung von Chips für Smartphones und ultrakleinen mobilen Geräten werde das Unternehmen weiter verfolgen, sagte Intel-Manager David Perlmutter.

    Intel-Mitteilung

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