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    München

    Gigaset mit Verlust

    Gigaset hat das vergangene Jahr angesichts des Umbaus im früheren Arques-Konzern mit einem Verlust abgeschlossen. Die Mutter von Europas größtem Hersteller von Schnurlostelefonen verbuchte unter dem Strich ein Minus von rund 100 Millionen Euro.

    Gigaset
    Gigaset-Produktion in Bocholt: Gigaset hat eine Reihe von Restrukturierungsmaßnahmen inklusive Stellenabbau hinter sich.
    Foto: DPA

    Dies teilte das Unternehmen am Montag in München mit. Der angesichts der neuen Struktur nur schwer vergleichbare Umsatz sank etwa wegen Beteiligungsverkäufen von knapp 3,5 auf nun rund 1 Milliarde Euro. In diesem Jahr rechnet der Konzern mit einem ausgeglichenem Ergebnis.

    Die Beteiligungsfirma Arques Industries hatte sich Mitte Februar nach einem Strategiewechsel im vergangenen Jahr in Gigaset AG umbenannt und sich von einem großen Teil der früheren Beteiligungen getrennt – darunter der Autozulieferer Anvis, der Rohrhersteller Karl Froh oder die Chemiefirma Oxxynova. In diesem Frühjahr steht auch der Dortmunder Süßwarenhersteller van Netten zum Verkauf.

    «2010 war ein Jahr des tiefgreifenden Umbruchs für unsere Gesellschaft», schreibt der neue Vorstandschef Maik Brockmann, der nach einem Umbau an der Spitze von Aufsichtsrat und Vorstand das Unternehmen seit September führt.

    Der Konzern will sich ganz auf die bisherige Telefonsparte konzentrieren. Die Aktionäre hatten den grundlegenden Veränderungen im Dezember auf einer außerordentlichen Hauptversammlung zugestimmt. Die Gigaset AG hält die Mehrheit am Schnurlostelefon-Hersteller Gigaset, nach dem sich die damalige Arques nach einem jahrelangen Streit mit dem Vorbesitzer Siemens geeinigt hatte.

    Zugleich hat das Unternehmen unter anderem dank der Ausgabe einer Anleihe, einer Kapitalerhöhung und dem Verkauf von Beteiligungen seine Bankschulden fast vollständig abgebaut. Die Verbindlichkeiten sanken von 87,7 Ende 2009 auf 4,7 Millionen Euro zum Ende des vergangenen Jahres.

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