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Hamburg

CCC-Hacker entdecken Sicherheitslücke an Flughäfen

dpa

Mitten in der Debatte um sogenannte Körperscanner hat das ARD-Politikmagazin «Kontraste» eine Sicherheitslücke an mehreren deutschen Flughäfen ausgemacht.

Über Datendiebstahl per Funk könnten sich Terroristen Zugang auf das Flughafengelände verschaffen, berichtete der Rundfunk Berlin-Brandenburg am Donnerstag. Eine Sprecherin des Hamburger Flughafens wies den Bericht zurück. Hacker des Chaos Computer Clubs (CCC) hätten zwar eine Chipkarte auf Mitarbeiter-Ausweisen geknackt, sagte sie. Die Karte ermögliche aber nicht automatisch Zugang zu den Sicherheitsbereichen. Der Flughafen habe das Problem zudem bereits gelöst: «Aber wie wir es gelöst haben, sagen wir natürlich nicht.»

Hacker vom Chaos Computer Club in Berlin hätten «mit relativ einfachen Mitteln» das auf Funk basierende Zugangssystem «Legic Prime» geknackt, heißt es in der Mitteilung. Sie hätten ein Gerät entwickelt, das die Ausweise des Flughafenpersonals heimlich abliest und die Daten speichert. CCC-Mitglied Karsten Nohl sagte dem Magazin: «Das System auszuhebeln ist einfach. Wir waren schlicht schockiert, überhaupt keine Hürden zu finden, die wir hätten überwinden müssen.» Das Zugangssystem wird dem Magazin zufolge auf den Flughäfen in Hamburg, Berlin-Tegel, Stuttgart, Dresden und Hannover eingesetzt.

Auf dem Hamburger Flughafen könnten Hacker ohne Kontrollen sogar auf das Rollfeld vordringen, berichtet «Kontraste». Die Sprecherin des Flughafens betonte dagegen, die Mitarbeiter müssten erst ihren Ausweis mit der Chipkarte zeigen und dann durch die Personenkontrolle gehen. Auf der Karte werden nach ihren Angaben persönliche Daten gespeichert, aber auch etwa das Guthaben für die Kantine. Der Schweizer Hersteller der Speicherkarten habe den Flughafen im vergangenen Jahr über den Hacker-Angriff informiert. «Es ist bei uns nichts passiert», sagte die Sprecherin.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte dem Magazin: «Wir haben gegenüber den Flughafenbetreibern eine Überprüfung der Sicherheitskontrollen angeregt.» Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, forderte, das geknackte Sicherheitssystem müsse unverzüglich ausgetauscht und auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. «Der Sicherheitsbetrieb sollte sofort unter die strenge Aufsicht der Bundespolizei gestellt werden, damit die Flughafenbetreiber nicht länger schlampen können, wie sie wollen.»

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