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    New York

    Bericht: Yahoo bietet für US-Videodienst Hulu mit

    Bei Yahoo-Chefin Marissa Mayer scheint das Geld derzeit ziemlich locker zu sitzen: Nur wenige Tage nach einem Milliarden-Zukauf hat der Internet-Pionier nach Medienberichten ein Gebot für den Videodienst Hulu abgegeben.

    Unter den weiteren Interessenten seien der Kabelnetzbetreiber Time Warner Cable, der Satelliten-TV-Spezialist DirecTV und Finanzinvestoren wie KKR, berichteten das Blog «All Things D» und das Fachblatt «Variety» am Freitag weiter.

    Bei Hulu können sich amerikanische Internet-Nutzer TV-Sendungen und Filme online ansehen. Einen großen Teil des Programms gibt es kostenlos und werbefinanziert, für einige Inhalte und die Nutzung auf Smartphones und Tablets muss man zusätzlich bezahlen. Der Dienst gehört drei großen Playern der amerikanischen TV-Branche: Disney, Rupert Murdochs News Corp. und Comcast. Sie bringen Serien ihrer Senderketten ABC, Fox und NBC ins Programm. Die Partner sind aber uneins über die Strategie und überlegen, Hulu zu verkaufen. Noch haben sie allerdings keine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Website getroffen.

    Ursprünglich wollten die drei Eigentümer im Jahr 2011 nach Medienberichten mehr als zwei Milliarden Dollar für Hulu haben, inzwischen soll es um deutlich geringere Beträge gehen. So soll Murdochs einstige rechte Hand Peter Chernin mit einem Gebot von 500 Millionen Dollar im Rennen sein. Eine zentrale Frage ist, für welchen Zeitraum ein Käufer Lizenzen für die Inhalte bekommen würde. Der weltgrößte Online-Händler Amazon sei unterdessen aus dem Kreis der Interessenten ausgeschieden, schrieb «Variety».

    Yahoo hatte erst Anfang der Woche den Kauf der Blog-Plattform Tumblr für 1,1 Milliarden Dollar bekanntgegeben. Der Internet-Pionier kämpft seit Jahren mit einer Schwäche bei Online-Werbung und die von Google gekommene Marissa Mayer will mit radikalen Schritten die Wende schaffen.

    Mayer drängt ins Videogeschäft und hatte bereits versucht, die französische Website DailyMotion zu kaufen. Ein Deal soll jedoch unter anderem am Widerstand der Regierung in Paris gescheitert sein.

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