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Berlin

Bericht: PC-Hersteller halten Öko-Standards nicht ein

dpa

Vier Jahre nach einer Selbstverpflichtung zum Verzicht auf giftige Chemikalien haben die meisten PC-Hersteller ihr Versprechen nach einem Bericht der Fachzeitschrift «c't» bislang nicht erfüllt.

»Heute, nach Ablauf der ersten Fristen, ergibt sich ein jämmerliches Bild», schreibt die Zeitschrift in ihrer aktuellen Ausgabe (17/2010). Fast alle großen Hersteller verwendeten weiter die gefährlichen Chemikalien BFR und PVC. Als Ausnahme wird Apple genannt, das seit Anfang 2009 Ersatzstoffe verwendet.

Solche Ersatzstoffe für die Bromierten Flammschutzmittel (BFR) und PVC-Weichmacher sind dem Bericht zufolge allerdings teurer – und im Gegensatz zu Apple bewegen sich die anderen Hersteller bei einem seit Jahren heftigen Preiswettbewerb eher in den unteren Preisklassen mit knappen Gewinnmargen. Beim Recycling von Elektroschrott in Ländern wie Ghana, Nigeria und China gefährden BFR und PVC die dortige Bevölkerung – entweder beim Zerlegen der Computer oder bei der Verbrennung.

«Egal ob Dell, Acer, HP, Lenovo oder Samsung – sie alle haben die Umstellung in die Zukunft verschoben», erklärte die «c't». «Leider haben es die Hersteller nicht geschafft, gemeinsam auf die giftigen Stoffe zu verzichten, sie blockieren sich gegenseitig.» Kritisiert wird auch die EU – Kommission und Parlament hätten sich bislang noch nicht zu einem Verbot der Stoffe durchringen können.

Dell verpflichtete sich dem Bericht zufolge 2006, bis Ende 2009 in allen Geräten ohne PVC und BFR auszukommen. Dies sei bislang lediglich bei einem Mobiltelefon und bei zwei Monitoren erfolgt, heißt es in dem Bericht mit der Überschrift «Giftschleuder PC». Inzwischen werde auf einer Website des Unternehmens das Ziel genannt, die Umstellung bis Ende 2011 zu erreichen.

Eine Sprecherin von Hewlett-Packard erklärte zu dem Bericht, bislang seien vergleichbare und entsprechend leistungsfähige Materialien nicht ausreichend verfügbar, um alle Produkte ohne BFR und PVC ausliefern zu können. »Unser Ziel ist es, den Einsatz dieser Materialien weiterhin kontinuierlich zu reduzieren, bis unsere Produkte letztendlich davon vollkommen befreit sind.»

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