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Hamburg

Auswahl beim Browser: Ausprobieren kann sich lohnen

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Ab dem 17. März können Nutzer mit dem Betriebssystem Windows entscheiden, welchen Browser sie nutzen wollen. Manch einer wird sich da fragen: Was soll das? Und welches Programm soll ich nehmen?

Browser-Wahl
Ein Fenster für Windows: So sieht die von Microsoft entworfene Oberfläche aus, die PC-Nutzern beim Browser die Wahl geben soll. (Bild: Microsoft/dpa/tmn)

Der Browser ist sozusagen das Brett fürs Web-Surfen: die Software, die das Darstellen von Seiten überhaupt erst möglich macht. Trotzdem ist er für viele Menschen ein unbekanntes Wesen: «Viele nutzen ihn einfach, wissen aber gar nicht was das ist», sagt Tim Bosenick, Geschäftsführer von Sirvaluse. Das Unternehmen aus Hamburg erforscht, wie gut oder schlecht sich technische Produkte nutzen lassen.

Internet Explorer
Wer Windows installiert, hat bislang standardmäßig den Internet Explorer an Bord. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

Bisher hat Softwarehersteller Microsoft Windows-Nutzern den Internet Explorer (IE) quasi verordnet: Auf dem PC vorinstalliert, stand der Browser automatisch in der Taskleiste am unteren Bildschirmrand – als hellblaues «e». Wer einen anderen Browser verwenden wollte, musste über die Alternativen Bescheid wissen. Die Europäische Union (EU) hat nun Microsoft verdonnert, Nutzer auf Alternativen hinzuweisen.

Browser-Wahl
Die bunte Welt der Browser: Nutzer werden künftig bewusst vor die Entscheidung gestellt, welche Software sie wollen. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

Die Auswahl erfolgt über ein Fenster. Dieses bekommen die Nutzer angezeigt, wenn sie ihr Betriebssystem, also Windows, aktualisieren. «Das Fenster poppt automatisch auf», sagt Microsoft-Sprecherin Irene Nadler. Darin zu sehen sind nebeneinander die fünf wichtigsten Browser, neben dem IE in der aktuellen Version 8 also auch Firefox, Opera, Chrome und Safari. Weil Microsoft den IE nicht hervorgehoben hat, lobt etwa Jo Bager von der Zeitschrift «c't» das Auswahlfenster als faire Lösung.

Wer darin nach rechts scrollt, findet noch weitere Browser. Unter den Symbolen gibt es jeweils Anlick-Flächen für weitere Infos – und zum Installieren. Wer nicht gleich auswählen will, klickt auf «Später erinnern». Hat ein Nutzer aber eine der Möglichkeiten ausgewählt und ist dann doch nicht zufrieden damit, kann er sich das Fenster laut Nadler nicht noch einmal auf den Bildschirm holen. Er muss sich den Browser seiner Wahl dann über dessen Webseite besorgen.

«Alle vier im Fenster angebotenen Alternativen sind vernünftige Alternativen», sagt Holger Maaß vom IT-Marktforschungs-Unternehmen Fittkau & Maaß in Hamburg. Firefox etwa lässt sich durch zahlreiche Add-ons genannte Zusatzprogramme um viele Funktionen erweitern. Auch Google bietet für seinen Browser Chrome Add-ons an. «Chrome wird inzwischen unglaublich schnell weiterentwickelt», so Jo Bager. Ein Pferdefuß für Anwender, denen Datenschutz wichtig ist: Der Browser ist an persönliche Nummern gebunden, so dass sich jeder Nutzer und sein Surfverhalten von den Betreibern nachverfolgen lässt. Google hat für die künftige Version allerdings angekündigt, dies abzuschalten.

Schnell ist das Stichwort, das häufig im Zusammenhang mit Opera genannt wird, den das gleichnamige Unternehmen aus Norwegen anbietet: Vor allem in der neuen Version 10.50 stellt er Webseiten besonders fix dar. Davon profitieren laut Bager auch Nutzer mit weniger flinken Verbindungen, für die Opera einen speziellen Modus besitzt. Für Safari spricht laut Bosenick die Funktionsvielfalt. «Man kann zum Beispiel durch Mausbewegungen zurückblättern.» Nutzer, die daran nicht gewöhnt sind, könnte das aber auch verunsichern. Im Umkehrschluss ist die Tatsache, dass sich sehr viele Nutzer schlicht und einfach an den IE gewöhnt haben, ein entscheidender Pluspunkt für den Microsoft-Browser.

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