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Berlin

Apple verpflichtet App-Entwickler auf strengeren Datenschutz

dpa

Apple zwingt die Entwickler von iPhone-Apps auf strengere Datenschutzrichtlinien. Der iPhone-Hersteller habe damit begonnen, Anwendungen nicht mehr für seinen App-Store zuzulassen, die auf die eindeutige Kennung (UDID) von mobilen Geräten zugreifen.

Apple iPhone
Zahlreiche Apps greifen bislang auf die UDID zu, um Informationen über die Nutzer zu sammeln und etwa maßgeschneiderte Werbung platzieren zu können.
Foto: Julian Stratenschulte – DPA

Dies berichtet das Technologie-Blog «Techcrunch». Über diese Kennnummern lassen sich Handys oder Tablet Computer mit einer Mobilfunkverbindung eindeutig identifizieren. Zahlreiche Apps greifen bislang auf die UDID zu, um Informationen über die Nutzer zu sammeln und etwa maßgeschneiderte Werbung platzieren zu können.

Bereits vor rund einem halben Jahr hatte Apple App-Entwickler darüber informiert, dass eine Veränderung in Sachen UDID-Nutzung anstehe. Nun mache das Unternehmen aber erstmals Ernst und habe erste Apps zurückgewiesen, die diesen Zugriff nutzen. Anwendungen mehrerer Entwickler seien in der vergangenen Woche deshalb abgelehnt worden, berichtet das Blog.

Anders als Cookies, über die viele Internet-Sites das Surfverhalten ihrer Nutzer analysieren, lässt sich die UDID auf dem Smartphone oder Pad nicht löschen. Der Zugriff auf die UDID und die Nutzung der Daten darüber war in den vergangenen Wochen zunehmend ins Visier von Datenschützern in den USA geraten, die darin einen Eingriff in die Privatsphäre sehen. Etliche App-Anwender nutzen die UDID auch für einen Kopierschutz, damit beispielsweise Zeitschriften-Abos nur auf einem bestimmten Gerät genutzt werden können.

Was App-Entwickler als Alternative zur UDID nutzen könnten, um an Daten von Anwendern zu kommen und ihre Dienste anzubieten, bleibt abzuwarten. Einige Entwickler könnten sich eine ausdrückliche Erlaubnis des Nutzers für den Zugang zur UDID einholen, berichtet «Techcrunch». Die Frage bleibe, ob über diesen Weg genügend Nutzer ihre Zustimmung geben würden.

«Techcrunch»

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