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Hannover

Handy schickt Überweisungsformular zur Bank

dpa/tmn

Eine neue Möglichkeit für das «Mobile Banking» zeigt der Finanzsoftware-Entwickler GFT auf der CeBIT. Eine Überweisung kann erledigt werden, indem ein Formular mit der Handy-Kamera fotografiert und dann zur Bank geschickt wird.

Das gute alte Überweisungsformular hat auch im digitalen Zeitalter noch nicht ausgedient. Auf der CeBIT (6. bis 10. März) hat die Software-Firma GFT jetzt gezeigt, wie das Papier mit einer kleinen Handy-App direkt zur Bank übertragen werden kann: Der Kontoinhaber fotografiert das ausgefüllte Formular mit der Kamera des Mobiltelefons. Dann wird das Bild von einer Texterkennungssoftware gelesen. Die so herausgezogenen Daten werden dann zum Bankserver übertragen, wo die Buchung erfolgt.

Der neue Dienst ist für alle gedacht, die lieber weiter das klassische Papierformular ausfüllen als die Eingabefelder auf einer Webseite. Älteren und gehbehinderten Menschen bleibt so der Gang in die Filiale erspart. Die erste Version des Programms ist für das iPhone von Apple entwickelt. «Es werden aber weitere Endgeräte hinzukommen», kündigte ein Manager von GFT Technologies an.

Die Deutsche Bank will die Foto-Funktion schon bald in ihre mobile App «Meine Bank» integrieren. «Wir haben uns die Frage gestellt: Wie kann man Millionen von Überweisungsträgern in die mobile Welt übertragen?», erklärte Heinz Beeck, Direktor des Online-Geschäfts bei der Deutschen Bank. Eine direkte Konkurrenz zum herkömmlichen Online-Banking sieht er nicht. Die Neuentwicklung im Auftrag des Instituts sei für Kunden gedacht, die weiter das Überweisungsformular auf Papier verwenden wollten. «Viele Menschen ziehen ja auch nach wie vor Kontoauszüge am Automaten. Die uralte Welt, die millionenfach täglich stattfindet, kann mit dem mobilen Netz verbunden werden.»

Interesse gebe es auch bei der Commerzbank und den Sparkassen, sagte GFT-Manager Bernd-Josef Kohl. Die Anwendung soll nach dem Abschluss weiterer Tests kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Nutzung der App sei sehr sicher, betonte GFT. Dateneingabe und Identität des Bankkunden würden zweifach geprüft. Deutsche-Bank-Experte Michael Koch schätzt das Marktpotenzial der Foto-Überweisung auf 20 bis 30 Prozent der Privatkunden.

GFT Technologies

Webseite zur CeBIT

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