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Über- und unterbelichtete Aufnahmen korrigieren

Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Digitalfotografen haben es relativ leicht, über- und unterbelichtete Bilder zu korrigieren. Sie können Fehlbelichtungen am Rechner automatisch oder manuell ausbügeln.

Von den automatischen Korrekturen dürfen sie aber nicht zu viel erwarten, so der Photoindustrie-Verband in Frankfurt: Bildbearbeitungssoftware arbeite nach mathematischen, nicht nach ästhetischen Gesichtspunkten.

Deshalb wird beim automatischen Korrigieren von Tonwerten, Farben, Helligkeit oder Kontrast das Bild womöglich so verändert, dass etwa die angestrebte Lichtstimmung nicht mehr mit dem Bildmotiv oder -inhalt harmoniert. Wichtig ist es, vor dem Bearbeiten das sogenannte Histogramm richtig zu interpretieren und sich anschließend durch die Veränderung der einzelnen Parameter dem gewünschten Ziel Schritt für Schritt zu nähern.

Das Histogramm zeigt die Verteilung der Bildpunkte nach Helligkeit und Häufigkeit an. Die x-Achse stellt dabei von links (Helligkeit = 0) nach rechts (Helligkeit = 255) dunkle bis helle Bildpunkte dar. Auf der y-Achse wird die Zahl der Bildpunkte abgebildet. Bei einer ausgeglichen belichteten Aufnahme zeigt das Histogramm an den Rändern keine angeschnittene Verteilung.

Ist das Histogramm nach links hin verschoben, ist das ein Hinweis auf eine Unterbelichtung. Tendiert es dagegen nach rechts, deutet das auf eine Überbelichtung hin. Bildkorrekturen, auch wenn sie noch so minimal sind, sollte der Fotograf nie am Original vornehmen, sondern nur an einer Kopie.

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