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    Taynara liebt die Kameras

    Taynara Wolf ist die personifizierte gute Laune. Die junge Frau genießt den Moment, wenn sich Kameras und 
Augenpaare auf sie richten, erzählt sie uns beim Interview.

    Foto: Thomas Frey

    Foto: Thomas Frey

    Im vergangenen Jahr haben wir Ihnen dabei zugesehen, wie Sie Fünfte bei „Germany's Next Topmodel“ (GNTM) wurden. Derzeit leben Sie für RTL II in der Wohngemeinschaft „Berlyn“ und lassen alle an Ihrem Alltag teilhaben.
    Ja, ich war noch mitten bei den Drehs von „Deutschland tanzt“, da bekam ich die Anfrage, ob ich bei diesem Format mitmachen will. Ich sagte gern zu und bin schon zwei Tage nach dem Abschluss der anderen Show in die WG eingezogen.


    Sind Sie ein WG-Typ?
    (lacht) Das finde ich gerade erst nach und nach heraus, ob ich das gut finde. Das Gute ist: Jeder von uns macht sein Ding, und wir nerven uns eher selten. Man trifft sich natürlich zwischendurch, wir haben einmal pro Woche einen festen WG-Tag. Was ich gar nicht mag: Wenn man mir in der WG sagt, was ich zu tun und zu lassen habe. Als ich daheim ausgezogen bin, habe ich mich genau darüber gefreut, dass ich selbstständig sein kann. Das muss jetzt nicht in der WG wieder von vorn anfangen.


    Bei „Germany's Next Topmodel“ haben Sie ja auch mit anderen in der Modelvilla zusammengelebt. Was war eigentlich der Grund, dass Sie sich damals beworben haben?
    Ich habe früher die Show schon immer gern geschaut und fand besonders die Fotoshootings immer klasse. Dann war ich in Hamburg, um eine neue Wohnung für mich anzuschauen – und ich sah, dass am selben Tag auch das offene Casting mit Heidi Klum war. Aber ich hatte nur noch eine halbe Stunde Zeit, weil dann das Casting schon schließen würde, und mit öffentlichen Verkehrsmitteln hätte ich das nicht geschafft. Ich überlegte also hin und her, ob ich mir ein Taxi leisten soll oder ob das Quatsch ist. Dann gab ich mir einen Ruck: Los, gib das Geld aus und fahr mit dem Taxi hin. Das war eine richtige Schnapsidee eigentlich. Ja, und dieses Taxi hat mich quasi bis ins Finale gefahren.


    Woher kommt diese Lust am Modeln und an der Show?
    Meine Mama hat mich zu einem Bühnenmenschen erzogen. Schon als kleines Kind, als ich gerade laufen konnte, hat sie mir das Tanzen beigebracht. Meine Mama war professionelle Schauspielerin, hat getanzt und gemodelt. Und sie hat mir sehr viel gezeigt, auch wie man sich vor der Kamera präsentiert. Sie hat mich auf keinen Fall zum Modeln gezwungen! Aber sie war so begeistert davon, dass das auf mich abgefärbt hat.


    Was begeistert Sie so am Modeln?
    Ich liebe diesen Moment auf der Bühne und vor der Kamera, diese Präsentation. Das ist magisch! Ich bin kein laufender Kleiderständer, sondern ich muss immer viel von mir selbst zum Ausdruck bringen, sonst macht es mir keinen Spaß.


    In Ihrer WG „Berlyn“ filmen Sie Ihr tägliches Leben, bei GNTM wurden Sie täglich von Kameras begleitet – macht Ihnen das nichts aus?
    Manchmal nervt das schon. Damals bei GNTM war es für mich sehr präsent, dass ständig Kameras dabei waren. Und ich wollte mich auch immer korrekt präsentieren und verhalten. Aber man kann nicht immer zu allem lächeln, das ist das Problem. Man hat auch Momente, in denen man down ist. Und es war anstrengend, das zu überspielen. Ich wollte immer vor der Kamera gut ankommen.

    Sie haben die Kameras nie 
vergessen?
    Manchmal schon. Dann habe ich hinterher gedacht: „Ups, Mist, hast du das etwa wirklich gerade laut vor der Kamera gesagt?“


    Wie extrem war das Thema Ernährung bei GNTM?

    Wenn wir in der Modelvilla waren, waren wir wirklich unter uns und konnten auch essen oder einkaufen, was wir wollten. Man hat uns einfach stets geraten, dass wir uns gesund ernähren sollen. Aber es wollte niemand, dass wir abnehmen oder so. Sie stellten uns Sportgeräte hin, damit wir fit und in Form bleiben – aber ich glaube, dass die nur ein Mädchen regelmäßig genutzt hat. (lacht) Worauf sie sehr geachtet haben: dass wir bei den Vorsprechen und Shootings nicht übermäßig geschminkt erschienen.


    Sie sind Halbbrasilianerin: Möchten Sie dort einmal leben?
    Ja, definitiv. Irgendwann werde ich aus Deutschland wegziehen und in Brasilien leben. Aber bis dahin möchte ich noch ganz viele andere Sachen sehen. In den USA würde ich auch gern mal leben. Aber wenn ich mich zur Ruhe setze, dann tue ich das an der Copacabana. (lacht)


    Nach GNTM haben Sie relativ schnell gesagt, dass Sie kein Profimodel werden wollen, sondern lieber Tänzerin oder Schauspielerin. Warum dieser Sinneswandel?
    Das wollte ich eigentlich immer schon werden als Kind. Ins Modeln bin ich einfach so reingerutscht, und ich hätte nie gedacht, dass ich ins Finale komme. Inzwischen mag ich das Modeln auch, aber ich bin Schauspielerin mit Leib und Seele.


    Hatten Sie schon erste Rollen?
    Ja, ich wurde schon erschossen.


    Huch!
    Ja, im Film „Breakdown Forest“. Da habe ich eine kleine Rolle gespielt und bin leider auch ziemlich früh gestorben. Ich wurde von Ralf Richter abgeknallt.


    Glatter Durchschuss?
    Nein, er hat richtig auf mich draufgeballert. Mehrmals wurde ich getroffen, und diese kleinen Sprengstoffteile, die man von der Requisite bekommt und die voller roter Farbe sind, sind überall an meinem Körper explodiert.


    Du liebe Zeit!
    Ja, das sah ganz schön brutal aus. (lacht) Aber es war spannend!


    Aber im Vergleich dazu ist das Modeln doch definitiv harmloser.
    (lacht) Das stimmt, aber da gibt es eine ganz andere Herausforderung: nämlich unverwechselbar zu sein. Wenn man das Wort „Model“ sagt, dann denkt jeder instinktiv an ein dünnes Mädchen mit langen, blonden Haaren. Ein Model eben. Und viele Mädchen versuchen auch, sich an diesen Typ anzunähern. Deshalb werden sich die Models ähnlicher und ähnlicher. Ich finde es schade, dass die eigene Persönlichkeit beim Modeln oft nicht gefragt ist. Ich verstehe das nicht: Wenn ich ein spezieller Typ bin, dann ist das doch für Kunden und Fans viel besser! Deshalb liebe ich Models von Victoria Secret: Die gehen mit einem Lächeln auf den Laufsteg, sind supertrainiert und nicht so dürr – das wäre mal ein Traum für mich, dort laufen zu dürfen.


    Was war Ihr schönster Moment bei GNTM?
    Das Shooting mit meinem Papa. Der kam wirklich völlig überraschend zu Besuch – und ich kann heute noch heulen, wenn ich an den Moment denke. Das war unbeschreiblich! Für Papa war das Shooting nicht so cool – wir sollten zusammen tanzen, und Papa kann gar nicht tanzen. (lacht) Und genau diesen Vater-Tochter-Tanz hatte ich mir immer gewünscht! Das ist das schönste Foto in meiner Mappe.


    Was halten Sie von den neuen Kandidatinnen?
    Ich war in Köln beim Casting dabei und habe die Jury besucht. Im vergangenen Jahr war ich eine Kandidatin, und in diesem Jahr durfte ich den Models Tipps geben. Und ich habe ihnen gesagt: „Ihr müsst einfach ihr selbst bleiben.“ Bis ich dachte: „Das haben sie dir vergangenes Jahr auch dauernd gesagt, so oft, bis du gedacht hast: Ach kommt, haltet die Klappe.“ (lacht) Aber weil es wirklich stimmt, habe ich den Tipp weitergegeben. Die Jury merkt, wenn man eine Rolle spielt. Und man selbst zu bleiben, das ist ohnehin wichtig fürs ganze Leben.


    Würden Sie noch mal mitmachen, um vielleicht zu gewinnen?
    Ich würde gern noch mal mitmachen, aber nur für die Shootings und die Reisen, nicht fürs Gewinnen.


    Ah, Sie wollen kostenlos verreisen!
    (lacht) Jetzt haben Sie mich erwischt.

    Das Gespräch führten unsere Reporter Marie Brockers 
und Michael Defrancesco

     

    Biografie:

    Taynara Joy Silva Wolf wurde 1996 in Offenbach geboren. Sie fing schon in jungen Jahren an zu tanzen, von Ballett über Hip-Hop bis hin zu Samba. Auch heute noch ist Taynara eine begeisterte Tänzerin und gibt sogar selbst Unterricht. Zudem konnte Taynara auch Bühnenerfahrungen im Bereich Theater sammeln. In einer deutschen Filmproduktion hat sie ebenfalls mitgewirkt – so war sie 2015 in dem Actionthriller „Breakdown Forest – Reise in den Abgrund“ als Genia zu sehen. Bundesweit bekannt wurde sie, als sie in der elften Staffel von „Germany's Next Topmodel“ den fünften Platz belegte. 2016 war Taynara Kandidatin bei der ProSieben-Tanzshow „Deutschland tanzt“, derzeit ist sie bei RTL II in der Realityshow „Berlyn“ zu sehen und zieht bald nach Köln um. Immer wieder besucht Taynara auch den Hunsrück: Dort, in Rhaunen (Kreis Birkenfeld), wohnt ihre Oma Gisela Wolf.

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