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    „Soy Luna“: Hallo, ich 
bin Karol

    Britney Spears, Lindsay Lohan, Miley Cyrus, Martina 
Stoessel: Disney hat es in den vergangenen Jahren verstanden, junge Frauen zu Weltstars zu machen und eine 
unglaubliche Begeisterung bei den jugendlichen Mädchen auszulösen. Jetzt ist der nächste Star ins Rennen geschickt worden: Karol Sevilla. Die 16-jährige Mexikanerin spielt die Hauptrolle in der Serie „Soy Luna“, die im Disney Channel zu sehen ist. Und beim Besuch in Deutschland kann sie sich vor Fans kaum noch retten.

    Sie ist jung, hübsch, talentiert und hat keine Zeit für Rebellion: Karol Sevilla ist der neue Star am Disneyhimmel. Die 16-jährige Mexikanerin erzählt im Interview von ihrer ziemlich ungewöhnlichen Kindheit.
    Sie ist jung, hübsch, talentiert und hat keine Zeit für Rebellion: Karol Sevilla ist der neue Star am Disneyhimmel. Die 16-jährige Mexikanerin erzählt im Interview von ihrer ziemlich ungewöhnlichen Kindheit.
    Foto: dpa

    Von unserem Journalchef Michael Defrancesco

    Karol, du bist 16 Jahre alt und jetzt schon Teil der Disney-Familie. Fühlst du dich wie eine Prinzessin?

    (lacht) Absolut! Ich bin so froh, dass ich jetzt auch dazugehöre, und es ist wirklich wie eine große Familie bei Disney. Ich bin die erste Mexikanerin, der man eine Hauptrolle gibt! Da fühle ich mich wirklich wie eine Prinzessin.

    Bist du in einer musikalischen Familie groß geworden?

    Nein, eigentlich nicht. In meiner Familie gab es keine musikalischen Talente. Mein Vater hat mal bei Festen gesungen, aber ich bin die einzige Verrückte in der Familie, die schauspielert und singt. (lacht)

    Wann hast du damit angefangen?

    Ich hatte früher gar keine Ahnung vom Schauspielern. Meine Oma hat mich zu einem Casting geschickt, und auf einmal habe ich Blut geleckt. Mein magisches Wort ist "Action"! Ich habe mich richtig verliebt in das, was ich mache: Tanzen, singen - ich brauche die Action in meinem Leben.

    Wie funktionierte das: Schauspiel und Schule?

    Die Schauspielerei war für mich schon immer die erste Priorität. Meine Eltern haben aber darauf bestanden, dass ich lerne, zur Schule gehe und zur Not auch in einem normalen Beruf arbeiten könnte. Ich bin aber nie in eine richtige Schule gegangen, ich habe alles übers Internet im Fernstudium gelernt. Ich hatte nie Klassenkameraden! Das ist schon nicht einfach, ich hatte nie die Möglichkeit, mit gleichaltrigen Kindern zusammen zu sein, ich war immer von Erwachsenen umgeben. Manchmal fühlte ich mich deshalb auch schon wie eine Erwachsene und nicht wie ein Kind, ich habe auch sehr erwachsen gesprochen. Das hat mir aber nicht viel ausgemacht; meine Mutter hat mir immer in der Schule geholfen, und ich habe ganz gute Noten!

    Wie verrückt: Du warst nie in einer Schule? Mit wem lästerst du über deine virtuellen Lehrer ab?

    Mit meiner Mutter! Ich hatte nie Lehrer aus Fleisch und Blut. Doch, einmal hatte ich eine Nachhilfelehrerin, die hat mir bei Mathe geholfen. Da war ich richtig schlecht. Und ganz im Ernst: Als ich zum ersten Mal eine echte Lehrerin erlebte, fand ich das schon ziemlich komisch. Ich hatte ja nur mit E-Mails gelernt!

    Dafür bricht jetzt nicht nur in deiner Heimat, sondern auch in Europa das geballte Faninteresse über dich herein. Wie fühlt sich das an?

    Das ist ziemlich unglaublich, dass Europa seine Herzen so sehr für mich geöffnet hat. Ich kann das noch gar nicht begreifen. Man hat mir gesagt: "Du gehst nach Deutschland!" Und ich: "O, wow, Wahnsinn, echt?" "Ja, und danach gehst du nach Paris." Und ich: "O mein Gott, das ist nicht euer Ernst." So richtig verstehen kann mein Kopf das nicht, dass ihr mich alle im Fernsehen seht - deshalb bleibt mir nur, dass ich im Herzen dankbar für alles bin. Das ist so verrückt: Überall sind Fans, am Flughafen, vor dem Hotel, überall! Und alle sind so herzlich und so lieb. Sie mögen mich, und sie mögen Luna, und das freut mich beides, weil ich Luna ja das Leben schenke.

    Ist Luna ein bisschen wie Karol?

    Nicht nur ein bisschen. Sie ist sehr Karol. Wir sind ziemlich ähnlich. Wir sind beide extrovertiert, wir sind beide tollpatschig, stoßen überall an und fallen hin. (lacht) Wir sind auch beide Kämpfernaturen und mutig. Wenn man uns Nein sagt, dann akzeptieren wir das nicht und wollen das Nein in ein Ja drehen. Und wir sind beide stur, Luna und ich. Das ist vielleicht nicht immer schön für unser Umfeld. Ich bin auch sehr streng mit mir selbst, es muss immer alles zu 100 Prozent stimmen, was ich tue. Da bin ich sehr penibel und professionell. Dabei bin ich 16, das passt ja gar nicht. (lacht)

    Mit 16 bist du eigentlich im richtigen Alter für Rebellion. Aber du musst tun, was der Regisseur dir sagt, was Disney dir sagt, was deine PR-Leute dir sagen, was deine Mutter dir sagt. Wann rebellierst du?

    Meine Mutter sagt immer, dass ich ein Workaholic bin. Da habe ich gar keine Zeit für Rebellion. Meine Mutter sagt: "Leg dich hin, und schlaf etwas", aber ich sage: "Nein, ich muss noch etwas für YouTube fertig machen." Ich lerne für eine Rolle, ich lerne einen neuen Song, ich arbeite an meinem ersten Buch - keine Ahnung, ob das jemals rauskommt ... Ich habe gar keine Zeit, an mich selbst zu denken.

    Das klingt aber nicht gut.

    Hm. Stimmt. Eigentlich sollte ich schon auch an mich denken, oder? Manchmal wache ich nachts auf und fühle mich so, als wäre mein Leben wie in einem Traum. Ich kann vieles gar nicht begreifen, was geschieht. Und auf einmal bin ich in einem fremden Land, in Deutschland. Zum Glück ist meine Mutter immer bei mir, und die sagt mir, was gut und schlecht ist.

    Manche Disneystars haben erst nach ihrer Disneykarriere richtig rebelliert. Können wir erwarten, dass du in ein paar Jahren wie Miley Cyrus nackt auf der Abrissbirne sitzt?

    (lacht) Ich glaube nicht, dass mir das passiert, ich will das auch nicht. Ich muss mich ja nicht verbiegen in meinem jetzigen Leben, ich bin wirklich korrekt, ich ziehe mich aus tiefster Überzeugung ordentlich an. Ich habe keine tiefen Ausschnitte oder so. Für Miley Cyrus mag das richtig gewesen sein, für mich wäre es das nicht. Hm. Gut, manchmal möchte ich natürlich auch rebellisch sein, jeder will sich ja gegen irgendetwas auflehnen. Ich natürlich auch. Aber im Moment höre ich auf das, was meine Mutter mir sagt, ich vertraue ihr, sie ist ein guter Mensch. Natürlich kann man nie "nie" sagen! Wer weiß, was in fünf Jahren ist. Vielleicht lesen wir dann beide dieses Interview noch einmal und müssen über das lachen, was ich gerade gesagt habe.

    Die Serie "Soy Luna" läuft in Deutschland unmittelbar nach der Serie "Violetta", die unglaublich erfolgreich war und eine ganz ähnliche Aufmachung hatte. Sind die Fußstapfen sehr groß oder sogar zu groß für dich?

    Nein, das stört mich überhaupt nicht. Natürlich weiß ich, dass viele Mädels meine Serie mit "Violetta" vergleichen, das ist ja ganz normal. Aber ich freue mich, wenn sie sich öffnen und sich auf meine Geschichte einlassen. Auch wenn wir hinter den Kulissen dasselbe Team haben wie "Violetta", so ist unsere Serie doch etwas Neues. Wir erleben viele Abenteuer! Und man sieht, wie Luna ihren Traum verwirklicht. Gerade auch in Europa ist "Soy Luna" ja auch schon sehr erfolgreich.

    Singst du selbst? Läufst du selbst Rollschuh?

    Ja klar, ich habe kein Double. Ich mache alles selbst, tanzen, singen, Rollschuh laufen, schauspielern! Natürlich muss ich sehr aufpassen, dass ich beim Rollschuhlaufen nicht hinfalle, das wäre nicht gut für die Dreharbeiten. Aber bis jetzt ging alles gut, und ich übe auch fleißig. Was ihr im Fernsehen seht, das ist alles Karol Sevilla, das garantiere ich. (lacht)

    Luna zieht mit ihren Eltern von Mexiko weg und vermisst ihr Zuhause sehr - du bist jetzt auch lange aus deiner Heimat weg. Was vermisst du am meisten?

    Meine Familie. Und das Essen! Richtig mexikanisches Essen.

    Hier gibt es doch an jeder Ecke ein mexikanisches Restaurant! Sind die nicht gut?

    (lacht) Ich will euch ja nicht beleidigen, aber das ist ja kein mexikanisches Essen! Die verkaufen Tacos, aber das sind doch keine Tacos! Kommt mal nach Mexiko, und probiert echte Tacos und echte Enchiladas. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Allein schon wegen der Gewürze! Bei uns kocht man viel schärfer als hier.

    Karol Sevilla macht als Luna das Rollschuhlaufen wieder hip. Die 16-Jährige Luna vertreibt ihr Heimweh am liebsten auf der Rollschuhbahn.
    Karol Sevilla macht als Luna das Rollschuhlaufen wieder hip. Die 16-Jährige Luna vertreibt ihr Heimweh am liebsten auf der Rollschuhbahn.
    Foto: Disney

    Mehr Infos:

    Biografie: Karol Sevilla wurde 1999 in Mexiko-Stadt geboren. Im Alter von sechs Jahren begann sie ihre Schauspielkarriere: Zunächst spielte sie in Fernsehspots mit, danach von 2008 bis 2015 in der Serie „La Rosa de Guadalupe“ sowie in verschiedenen Telenovelas. Seit März verkörpert sie die Hauptrolle der Luna in der Disneyserie „Soy Luna“.


    „Soy Luna“ wurde von den Machern der Erfolgsserie „Violetta“ geschrieben und produziert. Erzählt wird die Geschichte von Luna, die mit ihren Eltern aus Mexiko nach Argentinien zieht. Trost findet Luna im „Jam & Roller“, einer Rollschuhbahn, in der sie nicht nur ihr Talent auf Rollen, sondern auch auf der Bühne bei den „Open Music Nights“ beweisen kann. Ab dem 27. Juni sind die neuen Folgen auf dem Disney Channel zu sehen, täglich um 19.20 Uhr.

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