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    Bremen

    Wagenfeld-Schau in Bremen

    Das Wirken des Industriedesigners Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) ist bis in die heutige Zeit aktuell. «Einige Teile von ihm sind weiter in der Produktion», sagt die Leiterin der Bremer Wilhelm Wagenfeld Stiftung, Beate Manske.

    Wilhelm Wagenfeld
    Eine Mitarbeiterin des Wilhelm Wagenfeld Hauses in Bremen mit der 1924 entworfenen Wagenfeld-Tischleuchte.

    Der Salzstreuer «Max und Moritz» von WMF gehört ebenso dazu wie die Bauhaus-Leuchte WG 24 mit ihrer milchig weißen Glaskugel. «Die ist inzwischen in jedem zweiten "Tatort"-Krimi zu sehen», sagt Manske. Und die Porzellanmanufaktur Fürstenberg hat 1997 das von Wagenfeld kreierte Service 639 wieder aufgelegt. Zum 110. Geburtstag des gebürtigen Bremers (15. April) zeigt die Stiftung vom 16. April bis zum 12. September eine große Jubiläumsausstellung, die in ihrer Vielfalt einmalig sein soll.

    Erstmalig würden auch private Fotos, Schulzeugnisse, Briefe und andere Dokumente gezeigt. «Wir wollen Einblicke in die Persönlichkeit des sehr zurückhaltenden Designers geben», sagt Manske. Leihgaben von der Familie und Sammlern ergänzen für die Ausstellung den ohnehin schon großen Schatz des Hauses. Die Wilhelm Wagenfeld Stiftung besitzt mit mehr als 5000 Objekten und einigen hundert Zeichnungen die größte Wagenfeld-Sammlung.

    Für Wagenfeld habe immer die Brauchbarkeit der Dinge und der Nutzen für den Käufer im Vordergrund gestanden, sagt Manske. Sie sollten nicht nur schön aussehen, sondern auch handlich sein. «Ihm war es wichtig, dass seine Kreationen gerne benutzt und als angenehm empfunden wurden.» Auch habe Wagenfeld immer an der Verbesserung eines von ihm geschaffenen Stücks gearbeitet. «Er war ein absoluter Perfektionist und nie zufrieden.» Die Bauhaus-Leuchte, 1924 kreiert, startete erst nach ihrer Wiederauflage ihren Siegeszug um die Welt. Die Bremer Tecnolumen GmbH & Co KG brachte die Leuchte 1980 auf den Markt.

    Wilhelm Wagenfeld wurde am 15. April 1900 in Bremen geboren und verbrachte seine Schulzeit in der Hansestadt. 1914 begann er seine Lehre zum Silberschmied in der Bremer Silberwarenfabrik Koch & Bergfeld und besuchte von 1916 bis 1919 die Kunstgewerbeschule. 1923 bis 1925 arbeitete er am Bauhaus in Weimar. Als einziger Bauhaus-Schüler habe er auf die Serienproduktion in der Großindustrie entscheidenden Einfluss gehabt, sagt Manske. «So wurde er zum Pionier des deutschen Industriedesigns.» Von 1949 an lebte er in Stuttgart und eröffnet dort 1954 die Werkstatt Wagenfeld. Dort starb er am 28. Mai 1990.

    Zu seinen bekanntesten Schöpfungen gehören auch die feuerfesten «Jenaer Glas»-Schüsseln, das Pelikan-Tintenfass und zahlreiche Edelstahlteile wie Butterdose und Eierbecher für WMF. Für die Lufthansa entwarf er 1955 das erste Bordgeschirr aus Kunststoff. «Es war sehr elegant geformt und ist damals bei den Fluggästen gut angekommen», berichtet Manske.

    www.wwh-bremen.de

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