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Von Nazis verunglimpfte Kunst in Frakfurt/Oder

Frankfurt (Oder) (dpa) – In Frankfurt (Oder) sind jetzt zahlreiche Kunstwerke zu sehen, die die Nationalsozialisten als «entartet» diffamiert haben.

«Entartete Kunst» in Frankfurter Museum
Radierung von Otto Dix (1891-1969) mit dem Titel «Streichholzhändler».
Foto: Patrick Pleul – DPA

Im Museum Junge Kunst wurde am Sonntag eine Ausstellung eröffnet, die rund 200 Arbeiten von Künstlern wie Ernst Barlach, Otto Dix, und Lyonel Feininger zeigt. Zur Eröffnung der Schau «"Entartete Kunst" – Angriff auf die Moderne» kamen mehrere hundert Besucher, wie Museumsdirektorin Brigitte Rieger-Jähner sagte. Bis 26. Januar sind die Werke zu sehen.

Die meisten Werke stammen aus dem Besitz des Kulturhistorischen Museums Rostock. Die Nazis hatten tausende Arbeiten hochkarätiger Künstler als «entartet» verunglimpft. 1937 zeigten sie in der Propaganda-Schau «Entartete Kunst» viele dieser Werke. Nur ein Teil der Schätze konnte später vor der Zerstörung und dem Verkauf gerettet werden.

Zu sehen ist zum Beispiel die Radierung «Streichholzhändler» (1920) von Otto Dix – ein versehrter Mann kauert am Straßenrand. Zahlreiche Mitglieder der Künstlergruppe «Brücke» sind vertreten, so Karl Schmidt-Rottluff und Max Pechstein. Ein großer Raum ist für Barlach reserviert. Darin befinden sich Lithografien und Plastiken, etwa eine Frau, die einen toten Soldaten in ihren Armen hält.

Informationen zur Ausstellung

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