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    Berlin

    Tanzen im Regen – Sri Sri Ravi Shankar in Berlin

    «Macht euch keine Sorgen. Das Leben ist viel zu kostbar dafür», sagt der indische Guru Sri Sri Ravi Shankar auf Deutsch, als er endlich gegen 19 Uhr das Mikrofon ergreift und zu den rund 25 000 Menschen spricht.

    'World Culture Festival'
    Der indische Guru Sri Sri Ravi Shankar.
    Foto: DPA

    'World Culture Festival'
    Der strömende Regen hielt diese Frauen nicht von ihrem Auftritt ab.
    Foto: DPA

    «Dann tanzen wir eben im Regen», fügte er auf Englisch hinzu und ein belustigtes Raunen geht durch das Berliner Olympiastadion. Wo normalerweise eher Fußball-Anhänger ihre Fangesänge anstimmen, stehen der Frieden, die Menschlichkeit, Yoga und andere spirituelle Übungen auf dem Programm. Und tatsächlich lassen sich nur wenige Besucher auf dem zweitägigen «World Culture Festivals» die Laune durch das miese Wetter verderben.

    'World Culture Festival'
    Zart und luftig: der Lotustanz.
    Foto: DPA

    Unter Regenschirmen oder in bunten Plastikumhängen gehüllt, feiern sie am Samstagabend das 30. Jubiläum der von Ravi Shankar gegründeten gemeinnützigen Stiftung «Art of Living». Ziel der Organisation ist, die Welt stress- und gewaltfrei zu machen. Ruhe und Gelassenheit strahlt der 55-jährige Ravi Shankar aus. An der mit unzähligen Blumengebinden geschmückten weißen Ehrentribüne drängen sich die Neugierigen, als er ganz in weiß gekleidet das Stadion betritt. Sie wollen einen Blick auf den Mann werfen, der zu den bekanntesten indischen Gurus gehört und vor allem durch Meditations- und Atemtechniken bekannt wurde.

    'World Culture Festival'
    Eine polnische Tanzgruppe beim Festival.
    Foto: DPA

    Lange Haare und einen Vollbart schmücken den 55-Jährigen, ein mildes Lächeln umspielt sein Gesicht. Schließlich setzt er sich zwischen seine Ehrengäste und verfolgt die Hände fast zum Gebet gefaltet die Musik- und Tanzeinlagen. Neben ihm sitzen Prominente und Politiker wie der frühere niederländische Premierminister Ruud Lubbers oder die Präsidentin der Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), Gesine Schwan.

    'World Culture Festival'
    Der Lotustanz, aufgeführt von einer japanischen Gruppe.
    Foto: DPA

    Die Organisation sei ein Geschenk für die Welt, sagt Lubbers in einem kurzen Grußwort. «Wir können die Welt zum Guten ändern und der Globalisierung ein menschliches Antlitz geben«, fügt er hinzu. Auch der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok, der frühere Präsident der Europäischen Kommission, Jaques Santer, sowie Chorleiter Gotthilf Fischer sind da und würdigen die Arbeit des spirituellen Lehrers Ravi Shankar.

    'World Culture Festival'
    Yogaübungen im Berliner Olympiastadion bei der Eröffnungsfeier des World Culture Festivals.
    Foto: DPA

    Er reise viel und versuche, in Konflikten zu vermitteln und Frieden zu schaffen, beschreibt eine Sprecherin des Veranstalters die Arbeit des Gurus. «Art of Living» sei in Deutschland noch relativ unbekannt. Alle Akteure des Festivals seien ehrenamtlich in Berlin und bekämen keine Gage, fügt sie hinzu. Höhepunkte der Auftritte im Olympiastadion sind am Samstagabend mehrere 100 Gitarrenspieler, die unter anderem «Amazing Grace» spielen. Anschließend betreten 30 Pianisten mit ihren Klavieren den Stadionrasen. Auch ein Chor aus 3000 Stimmen unterstützt die Friedensarbeit der Organisation.

    'World Culture Festival'
    Der indische Guru Sri Sri Ravi Shankar war der Star des World Culture Festivals in Berlin.
    Foto: DPA

    Mehr als drei Stunden dauerte das Friedensspektakel im Dauerregen. Dabei hatte das Festival an sich bereits am Morgen gegen 10 Uhr begonnen. Insgesamt lockte die Veranstaltung am Samstag 45 000 Interessierte an. Sie waren auch an den Buden, Infoständen und in den Zelten unterwegs, die auf dem Außengelände des Olympiastadions standen. Trotz des schlechten Wetters herrscht teils dichtes Gedränge. Auch in den fünf Pavillons, die die Regionen der Welt darstellten, gab es am Nachmittag kaum noch ein Durchkommen.

    World Culture Festival

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