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    Hamburg

    Nijinsky-Gala zum Abschluss der Hamburger Ballett-Tage

    Als zum Schluss Uljana Lopatkina, erste Solistin des Mariinsky Balletts in St. Petersburg, in einem Spitzen-Tutu mit Strasssteinen zu Musik Peter Tschaikowskys über die Bühne schwebt, halten die Zuschauer die Luft an. «Sie ist nicht von diesem Stern», flüstert einer bewundernd - und stürmischer Beifall brandet auf.

    San Francisco Ballet
    Das San Francisco Ballet war erstmals in Deutschland zu Gast und trat bei einer umjubelten Nijinsky-Gala in Hamburg auf.
    Foto: Angelika Warmuth - DPA

    Die 38. Nijinsky-Gala, glänzender Abschluss der Hamburger Ballett-Tage, bot am Sonntagabend wieder fünf Stunden Ballett von Weltklasse. Angefangen von Werken von Klassikern wie George Balanchine über Darbietungen des Shanghai Balletts und des San Francisco Balletts bis zu «Liliom», dem jüngsten Werk von Hamburgs Ballett-Intendanten John Neumeier, der wie immer eloquent durch den Abend führte.

    «Tanz ist das, was wir nicht mit Worten definieren können. Der geheime Dialog zwischen Musik und Tanz schafft die Emotion», erläuterte Neumeier. Es folgten Höhepunkte aus seinem fast 40-jährigen künstlerischen Schaffen in Hamburg: Es fängt an mit klassischem Ballett beim «Geheimen Dialog» zwischen dem Lehrer (Ivan Urban) und der Ballerina (Uljana Lopatkina) in «Der Nussknacker» (1974) und mit der «Visitenkarte» des Hamburg Balletts, dem «Sommernachtstraum» (1977) nach Shakespeares Komödie. In der letzten Szene des Balletts tanzt das Ensemble in aufwendigen Kostümen zum Hochzeitsmarsch von Felix Mendelssohn Bartholdy, allen voran Alina Cojocaru als Hippolyta mit einer Brautschleppe, die von acht Tänzerinnen gehalten wird und Alexandre Riabko als Theseus.

    Es folgen Inszenierungen wie die Ballszene aus «A Cinderella Story» (1992) mit Musik von Sergej Prokofjew. Im Pas de deux zeigen der poetische und nachdenkliche Prinz (Thiago Bordin) und die mädchenhafte Cinderella (Hélène Bouchet) im weißen, langen Kleid im Tanz «den Dialog ihrer Liebe». Beispiele für Neumeiers neueste Kreationen sind «Die Möwe» (2002) mit einem gefühlvollen Pas de deux zwischen Nina (Anna Laudere) und Kostja (Edvin Revazov) und «Tod in Venedig» (2003) mit einem famosen Aschenbach (Lloyd Riggins), der sich sehnsuchtsvoll nach dem Jüngling Tadzio (Edin Revazov) verzehrt. Höhepunkt ist jedoch «Liliom» (2011), für das die beiden Solisten Alina Cojocaru und Carsten Jung mit dem Benois de la Danse - dem «Ballett-Oscar» ausgezeichnet wurden.

    Neben den Solisten des Hamburg Balletts glänzten Gaststars aus China, Russland, Großbritannien und den USA. Das Shanghai Ballett zeigte mit «A Sigh of Love» eine wahnsinnig schöne, verbotene Liebesgeschichte von Bertrand d'At mit Ji Pingping und Wu Husheng in den Hauptrollen. Das San Francisco Ballet, das älteste Ballett der USA, präsentierte «Ghost» von Christopher Wheeldon und «Chaconne for Piano and Two Dancers» von Helgi Tomasson. Zum ersten Mal in Deutschland war «Chopin Dialogue» zu sehen, ein Pas de deux von John Neumeier mit Musik von Federico Mompou, das der Choreograf für die russische Ballerina Diana Vishneva kreiert hat. Ihr zur Seite stand der Hamburger Solist Thiago Bordin.

    Hamburg Ballett

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