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    Tokio

    Judi Dench nimmt Praemium Imperiale entgegen

    Die britische Schauspielerin Judi Dench hat gemeinsam mit vier weiteren internationalen Künstlern am Mittwoch den Praemium Imperiale des japanischen Kaiserhauses entgegengenommen.

    Judi Dench
    Ein Preis für Judi Dench.
    Foto: Franck Robichon - DPA

    Anish Kapoor
    Der Brite Anish Kapoor zeigt lächelnd seine Medaille.
    Foto: Everett Kennedy Brown - DPA

    Die weiteren Gewinner aus fünf Kategorien des 23. Praemium Imperiale sind der amerikanische Videokünstler Bill Viola, der britisch-indische Bildhauer Anish Kapoor, der japanische Dirigent Seiji Ozawa und der mexikanische Architekt Ricardo Legorreta. In der Begründung der japanischen Kunstgesellschaft in Tokio hieß es, die Künstler hätten entscheidend zu der Entwicklung der internationalen Künste und Kultur beigetragen.

    Prinz Hitachi
    Prinz Hitachi (l) zeichnet den US-Künstler Bill Viola mit einer Goldmedaille aus.
    Foto: Everett Kenndey Brown - DPA

    Der Preis ist mit umgerechnet jeweils 130 000 Euro dotiert und gilt als eine der weltweit wichtigsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Kunst. Vorherrschendes Thema bei der Verleihungszeremonie in Tokio war die Atomkatastrophe von Fukushima.

    Praemium Imperiale
    Im Gespräch: Judi Dench und Seiji Ozawa.
    Foto: Franck Robichon - DPA

    Der Dirigent Ozawa, der nach einer Operation wegen Speiseröhrenkrebs 2010 seine Tätigkeit aufgeben musste, sagte, nur die Unterstützung seiner Kollegen habe ihm dazu verholfen, diesen Preis zu gewinnen. Zu Japans Nuklearkatastrophe sagte er nach Angaben des Fernsehsender NHK: Er habe bislang gedacht, Kerntechnik sei eine Technologie, die die Erde nicht verschmutzen könne. Er sei nun beschämt, dass er die Gefahren nicht gekannt habe.

    Ricardo Legorreta
    Der mexikanische Architekt Ricardo Legorreta (r) und der japanische Dirigent Seiji Ozawa haben offenbar Spaß bei der Pressekonferenz in Tokio.
    Foto: Franck Robichon - DPA

    Auch den Videokünstler Viola beschäftigte die Atomkatastrophe. Er war erst am Montag in die nordöstliche Präfektur Miyagi gereist, um für die Opfer zu trauern. Viola hat vor 30 Jahren in Miyagi gelebt. Nach dem Unglück spendete der amerikanische Künstler umgerechnet mehr als 9400 Euro. Den Einwohnern der Katastrophenzone sagte er: «Ich wünsche ihnen Erfolg beim Wiederaufbau der Region.»

    Praemium Imperiale
    Alle Preisträger auf einen Blick: Judi Dench (l-r), Seiji Ozawa, Ricardo Legorreta, Anish Kapoor und Bill Viola.
    Foto: Franck Robichon - DPA

    Am 11. März waren Fukushima und angrenzende Provinzen im Nordosten Japans von einem Erdbeben der Stärke 9,0 und einem Jahrhundert-Tsunami heimgesucht worden. Mehr als 15 000 Menschen starben.

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