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Kastellaun

Die Party im Nature-One-Land beginnt

Das Volksfest der elektronischen Musik ist bereits in vollem Gange. Seit Donnerstagabend feiern Zehntausende Besucher bei herrlichem Wetter auf dem eigens eingerichteten Campingplatz bei Hasselbach im Hunsrück zu wummernden Bässen. Am Freitag um 20 Uhr ist der offizielle Start für Deutschlands größtes Technofestival auf der ehemaligen Raketenbasis Pydna bei Kastellaun. Mehr als 300 DJs aus 25 Ländern legen bei der 19. Nature One auf. Mehr als 55.000 Besucher werden zu den Partynächten im Nature-One-Land am Wochenende erwartet.

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

Vier Hauptbühnen sind seit vergangenem Sonntag auf dem rund 350.000 Quadratmeter großen Festivalgelände aufgebaut worden. In den Bunkern und auf den grün bewachsenen Hügeln darüber sind 19 weitere Clubbühnen verteilt. Bei einem Rundgang können Besucher unterschiedlichste Licht-, Sound- und Dekokonzepte sowie fast alle Stilrichtungen elektronischer Musik erleben – sei es zwischen resonanzstarken Betonwänden, in bunten Zelten oder von einem Aussichtspunkt auf den Bunkerhügeln aus.

An der größten Tanzfläche, dem Open-Air-Floor, stehen Weltstars wie Sander van Doorn, ATB oder Paul van Dyk an den Reglern. Den Abschluss macht am frühen Sonntagmorgen um 7.30 Uhr DJ Dag. Im großen Achtmaster-Zelt, dem Century Circus, fühlen sich die Fans von Felix Kröcher, Chris Liebing oder Urgestein Sven Väth zuhause. Die Oldie-Fans unter den Ravern können am Classic-Floor den Sets von Mark'Oh, Kai Tracids oder Tanith lauschen.

Eingängige Clubsounds von Tom Novy, Milk & Sugar oder Marek Hemmann bietet das House of House. Hier gibt sich mit Dominik Eulberg aus dem Westerwald auch ein Weltstar aus der Region die Ehre. Weitere Stars aus Rheinland-Pfalz sind die Jungs von Laserkraft 3D, Zedd (Open-Air-Floor) und B@zeball (Classic Floor) aus Kaiserslautern, Thomas P. Heckmann (Classic Floor) aus Mainz sowie die Clubspezialisten Babor, Sebastian Gnewkow, Max Mayr und Heiko Gemein (House of House) aus Koblenz.

Doch das Besondere an einem Technofestival wie Nature One sind laut Oliver Vordemvenne vom Koblenzer Veranstalter i-Motion im Unterschied zu einem Rockkonzert nicht die Stars auf den Bühnen, sondern die vielen Individuen in den tanzenden Menschenmengen: "Hier wird vier Tage und drei Nächte das Gefühl von Freiheit, Offenheit und Lebensfreude gefeiert." Das Motto der 19. Nature One heißt deshalb auch "A time to shine" (Zeit zu erstrahlen). Für Zehntausende strahlende Stars entsteht alljährlich neben der Pydna ein 100 Hektar großer Campingplatz, auf dem von Donnerstag bis Montag gefeiert und gegrillt werden kann. Gestern tanzten dort schon Tausende an einer Bühne beim Mixery-Opening. Hobby-DJs veranstalten dort Tag und Nacht hunderte Spontan-Partys. Sie beschallen und beleuchten mit ihren eigenen Anlagen ununterbrochen das ganze Camping-Dorf.

Als technisches Highlight können die Besucher ab Freitagabend den Open-Air-Floor bewundern: 21 mal 21 Meter Grundfläche misst die riesige Taversenkonstruktion, die mit LED-Flächen ummantelt ist und aus vier verbundenen Einzeltürmen besteht. In der Mitte der Türme bewegen sich jeweils zwei Meter große Spieglkugeln auf und ab. Unzählige Laser sorgen für weitere Lichteffekte. Mit 26 Metern Höhe ist die Konstruktion höher als alle bisherigen bei der Nature One. Laut Oliver Vordemvenne steht einem reibungslosen Start nichts im Wege: "Die Aufbauarbeiten sind im Zeitplan und der Vorverkauf läuft sehr gut."

Erstmals gibt es bei der Nature One eine Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Viva con Aqua ( www.vivaconaqua.com). Beim Bonrücktausch können die Besucher ihre Restbons spenden und damit die Organisation beim Brunnenbau in Uganda unterstützen.

Aktuelle Fotos und Videos von der Nature One gibt es im Internet unter www.ku-rz.de/natureone. Livebilder rund um die Uhr senden unsere Webcams unter www.ku-rz.de/nolive und www.ku-rz.de/nolive2

Festivalfacts

  • Pydna: Das genutzte Gelände umfasst circa 350.000 Quadratmeter. Die Raketenbasis war bis 1987 Stützpunkt der US-Army. Dort lagerten 96 atomsprengkopfbestückte "Cruise Missiles".
  • Camping: Der Zeltplatz ist rund 100 Hektar groß.
  • Programm: Mehr als 300 DJs und Live-Acts aus über 25 Nationen.
  • Technik: An zehn Tagen wurden rund 1600 Tonnen Material verbaut. Open-Air-Floor: Vier Traversentürme mit der Rekordhöhe von 26 Metern, etagenweise mit großflächigen LED-Tafeln verkleidet, eingefasst von überdimensionalen Lichtringen. Bühnendach mit beweglichen LED-Panels, Laser, 450 Moving-Lights. Century Circus: zwölf je 50 Quadratmeter große Trussing-Dreiecke an der Zeltdecke, LED-verkleidet, 140 Moving-Lights, Laser. House of House: Vier große Trussing-Kronleuchter, Himmel aus weißen Stoffbahnen, 80 Moving-Lights, 100 LED-Scheinwerfer. Classic-Terminal: Oldschool-Neon-Deko, 380 Meter Trussing-Konstruktion auf drei Ebenen mit vier riesigen Lichtringen, 190 konventionelle Lampen und Scheinwerfer.
  • Mitarbeiter: Mehr als 2500 Mitarbeiter sollen für einen reibungslosen Ablauf am Wochenende sorgen. Beim Aufbau waren täglich bis zu 800 Mitarbeiter im Einsatz.

Nature One 2013
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