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Bonn

Stressfrei starten – To-do-Liste für den Unibeginn

Riesige Hörsäle statt übersichtlicher Klassenräume – und überall unbekannte Gesichter. Keine Frage, der Unibeginn ist verwirrend. Doch das ändert sich schneller, als viele denken. Wer ein paar Punkte beachtet, findet sich schnell zurecht.

Begrüßung der Erstsemester
Nicht verpassen: Viele Universitäten heißen Studenten mit Veranstaltungen in der Orientierungswoche willkommen.
Foto: Markus Scholz – DPA

Auf zur Uni! Mancher kann es während der Abizeit kaum erwarten, dass es losgeht mit dem Studium. Ist es dann soweit, wird vielen ganz schön mulmig: So viel Neues und Ungewohntes im Vergleich zur Schule gibt es auf dem Campus. Doch Kopf hoch – wer sich an folgende To-do-Liste hält, findet sich schnell zurecht.

O-Woche besuchen: «An den meisten Universitäten gibt es für Erstsemester Orientierungswochen», sagt Matthias Jaroch vom Deutschen Hochschulverband in Bonn. Sie bieten die Fakultäten oder Fachschaften an. Dabei stehen erfahrene Tutoren den Erstsemestern zur Seite und beantworten Fragen. Oft gehört auch eine Stadtbesichtigung dazu, inklusive Kneipentour.

Campus erkunden: Mit Hilfe von Lageplänen sollten Erstsemester die Hochschule möglichst rasch erkunden. Ratsam ist, sich schon in den ersten Tagen mit Abkürzungen und Ortsbezeichnungen zu beschäftigen. Das erleichtere im Alltag, Hörsäle und Seminarräumen zu finden, erklärt Daniel Epple von der Studienberatung an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn.

Bibliotheksausweis besorgen: Nichts geht im Studium ohne Bücher – also sollten sich Neulinge für eine Führung durch die Bibliothek anmelden und sich einen Ausweis besorgen. Da die Zahl der vorhandenen Bücher begrenzt ist, müssen Studierende viel kopieren. Sie lernen daher besser schnell, wo die Kopierer stehen und wie sie funktionieren, empfiehlt Jaroch.

Computerpool aufsuchen: Erstsemester sollten sich möglichst rasch mit dem Computerpool vertraut machen, rät Epple. Am besten legen sie sich einen Account mit Hochschuladresse zu. Der Vorteil liegt nicht zuletzt in der Übersichtlichkeit: Studenten können E-Mails, die Uni-Angelegenheiten betreffen, über diese Adresse abwickeln und lassen sich private Mails weiter an ihre private Adresse schicken. «Gleichzeitig können sie die Online-Dienste der Universität aktivieren», erläutert Epple. Über diesen Weg können sie später etwa ihre Noten abrufen.

Stundenplan erstellen: Was wird wie benotet, was bleibt ohne Benotung? «Sobald sie diese Information haben, können Erstsemester ihre Prioritäten setzen und für sich einen Stundenplan erstellen», erklärt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk in Berlin. Dabei müssen sie sich ein realistisches Bild von ihrer Leistungsfähigkeit machen. «Ein Stundenplan, der den Besuch von Vorlesungen, Seminaren und Übungen von montags bis freitags von 8.00 bis 20.00 Uhr vorsieht, ist ein absolutes No-Go», betont Grob. «Niemand kann zwölf Stunden am Stück hochkonzentriert lernen.»

Als Faustregel gilt: «Nicht länger als 40 Stunden pro Woche arbeiten», rät Wilfried Schumann. Er ist Leiter der Psychosozialen Beratungsstelle von Universität und Studentenwerk Oldenburg. Er empfiehlt, montags bis freitags maximal acht Stunden pro Tag zu lernen – und sich am Wochenende zu erholen.

Wissenschaftliches Arbeiten lernen: Aus Versehen nicht ordentlich zitiert? Die Sorge treibt manchen beim Verfassen der ersten Hausarbeit an. Damit das nicht passiert, ist es wichtig, sich früh mit dem wissenschaftlichen Arbeiten zu beschäftigen. Dafür gibt es an den Hochschulen Einführungskurse. Darin ist beispielsweise ein Thema, welche Formalien bei Seminararbeiten und Referaten beachtet werden müssen. «Bei den Einführungskursen dreht sich aber auch vieles um Lern- und Arbeitstechniken», erklärt Jaroch.

Sich mit Asta und Fachschaften auseinandersetzen: Eine weitere Aufgabe von Erstsemestern ist es, das System Hochschule verstehen zu lernen. «Studenten sind Mitglieder einer Hochschule, also müssen sie sich befassen mit Fragen wie: Was verbirgt sich hinter dem Asta? Was ist eine Fachschaft, und was macht sie überhaupt?», zählt Grob auf. Dann könnten Studenten sich auch aktiv an der Hochschule einbringen.

Sport-, Sprach- und Kulturangebote nutzen: Die meisten Universitäten haben eine breite Auswahl an kostengünstigen Angeboten für Studenten. Die Palette reicht vom Segelkurs bis zum Unikino. Auch Sprachkurse bieten viele Universitäten an. «Informationen hierüber gibt es zum einen bei den Orientierungswochen, zum anderen aber auch im Onlineangebot der jeweiligen Hochschule», erklärt Jaroch.

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