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    München

    Scharfmacher ja, Deftiges nein – Das richtige Valentinsmenü

    Auch wenn deftige Kost bei vielen Menschen durchaus beliebt ist – am Valentinstag kommen besser andere Speisen auf den Tisch. Erotisierende Zutaten und sinnlich wärmende Gewürze können Amor auf die Sprünge helfen.

    Chili wirkt stimulierend
    Vielleicht nicht gleich die ganze Schote – aber grundsätzlich kann Chili beim Valentinstag-Dinner ganz nützlich sein.
    Foto: Andrea Warnecke – DPA

    Beim Valentinsdinner kommt es auf das richtige Menü an. «Was gar nicht geht, sind Schweinebraten und Knödel», sagt Susanne Bodensteiner aus München, Autorin eines Kochbuchs mit Rezepten zum Verführen. Sie rät zu leichten, fruchtigen Gerichten, um dem Herzblatt ein gelungenes Essen zum Tag der Verliebten am 14. Februar zu bereiten. Neben Zutaten, die wie Austern, Erdbeeren oder Granatäpfel als erotisierend gelten, können vor allem Gewürze wie Chili, Pfeffer oder Muskat Amor auf die Sprünge helfen.

    «Chili ist der Scharfmacher schlechthin», erläutert sie. Die kleine Schote enthält den für die Schärfe verantwortlichen Stoff Capsaicin, der beim Essen einen Schmerzreiz auslöse. Dadurch werde der Ausstoß von Endorphinen, den Glückshormonen, angekurbelt. Aber auch Grüner oder Langer Pfeffer wirke stimulierend und könne Glücksgefühle auslösen. «Was bei einem Date ja gut ist.» Und wird einem durch die Schärfe etwas warm, sei das auch nicht schlecht am Valentinstag.

    Für Muskat gibt es laut Bodensteiner sogar wissenschaftliche Belege, dass er die Stimmung aufhellt. Zu viel davon dürfen Verliebte aber nicht ans Essen geben. Denn das kann zu Vergiftungen führen. Eine erotisierende Wirkung wird Safran zugeschrieben, aber auch davon sollte es nur ein Hauch sein. «Das gibt dem Essen eine wunderschöne Farbe», sagt die Kochexpertin.

    «Koriander, Kurkuma, Ingwer und Kardamom gelten als sinnlich wärmende Gewürze», zählt sie weiter auf. «Sie bringen außerdem einen Schuss Exotik ins Essen.» Vanille könne zu Harmonie beitragen und Stress entgegenwirken. Bodensteiner rät aber, mit dem Würzen zurückhaltend zu sein. «Man darf es nicht übertreiben.» Denn ist der oder die Liebste an die Aromen der Gewürze nicht gewöhnt, ist die Lust womöglich schnell dahin. Grundsätzlich sollte sich der Koch oder die Köchin an den Vorlieben des Bekochten orientieren – und auch beachten, was er oder sie absolut nicht mag.

    Ein weiterer Reiz lasse sich über die Konsistenz der Speisen schaffen, sagt Bodensteiner. «Eine cremige Füllung umhüllt von knusprigem Teig, zum Beispiel Yufka-Teig, oder eine Suppe, in die man karamellisierte Nüsse streut, machen ein Gericht sinnlicher.» Auch die Kombination von fruchtig und scharf wie bei Erdbeeren mit Grünem Pfeffer seien reizvoll.

    Als Menüvorschlag zum Valentinstag nennt die Autorin diese Speisen: vorweg ein Salat mit gewürzten Ziegenkäsebällchen und Erdbeeren, angemacht mit einer Vanillevinaigrette, dann ein Hühnchen-Mango-Curry und hinterher ein Bitterschokolade-Chili-Parfait. Aber so viel Aufwand muss es gar nicht sein, meint sie. «Wenn jemand mit Liebe für mich kocht, tut es auch ein ganz einfaches Nudelgericht.»

    Literatur:

    Susanne Bodensteiner: Dinner for Two. GU. 80 Seiten, 9,99 Euro, ISBN-13: 978-3-833821639; als E-Book 7,99 Euro, ISBN-13: 978-3-833831676

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