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    Berlin

    Das richtige Notebook finden – worauf muss ich achten?

    Geht es um den richtigen Computer, hat jeder Nutzer andere Bedürfnisse. Manche wollen viel Leistung, andere besonders lange Akkulaufzeiten, wieder andere ein sehr leichtes Gerät. Und so mancher begnügt sich mit einem Tablet-Computer.

    Ativ Book 9 Lite von Samsung
    Ultrabooks wie Samsungs Ativ Book 9 Lite bringen viel Leistung und Akkulaufzeit auf kleinem Raum, sind aber im Vergleich relativ teuer.
    Foto: Andrea Warnecke – DPA

    Wer einen neuen Computer sucht, hat die Qual der Wahl. Soll es ein leistungsfähiger Desktop-Rechner sein, ein klassisches Notebook oder eher ein Hybridgerät mit klappbarer oder abnehmbarer Tastatur? Aber vielleicht reicht auch ein besserer Tablet-Computer mit Anstecktastatur? Käufer stehen vor einer ganzen Wand aus Entscheidungsfragen. Die wichtigsten Antworten im Überblick:

    MacBook von Apple
    Die Klapprechner, hier ein MacBook von Apple, bieten das breiteste Einsatzspektrum.
    Foto: Bodo Marks – DPA

    «Verbraucher sollten sich vor dem Kauf fragen, was sie mit dem Gerät voraussichtlich machen werden», rät Timm Hoffmann vom IT-Branchenverband Bitkom. «Wer das Gerät viel unterwegs nutzen möchte, muss auf die Akkulaufzeit achten, bei stationärem Einsatz auf Leistung.» Am leistungsfähigsten sind nach wie vor Desktop-PCs. Doch deren Beliebtheit sinkt jährlich. Der Marktforscher IDC prognostiziert für dieses Jahr weltweit nur noch rund 129 Millionen ausgelieferte PCs – vor zwei Jahren waren es noch fast 8 Millionen Stück mehr. Aber angesichts der Konkurrenz von Tablets & Co soll dieses Jahr auch die Zahl der abgesetzten Notebooks um mehr als 11 Millionen sinken.

    Chromebook 2 von Toshiba
    Chromebooks, hier Toshibas Chromebook 2, sind relativ schwache Rechner, die ganz auf Googles Onlinedienste setzen.
    Foto: Florian Schuh – DPA

    Trotzdem bleibt das Notebook das Universalgerät mit dem breitesten Einsatzspektrum. «Für höhere Rechen- und Speicherleistung ist noch ein Notebook nötig», sagt Hoffmann. Gerade in dieser Klasse gibt es Modelle für unterschiedlichste Bedürfnisse. Da sind zum einen die klassischen Notebooks zwischen 13 und 17 Zoll Bildschirmgröße. Sie eignen sich am besten für Nutzer, die einen platzsparenden Rechner mit ordentlicher Leistung brauchen. «In vielen Fällen ist der Laptop ein verkleinerter Desktop-PC», sagt Hoffmann.

    Acer Aspire R14
    Convertibles, also kleine Notebooks, die sich durch Umklappen des Bildschirms in ein Tablet verwandeln (hier das Acer Aspire R14), sind für manche Nutzer ein Kompromiss.
    Foto: Andrea Warnecke – DPA

    Ein Vorteil: Notebooks haben meist mehr Anschlüsse, größere Festplatten und optische Laufwerke. Das macht sie zur ersten Wahl bei Bildbearbeitung, Videoschnitt und der Verarbeitung großer Dateien. Für Zocker konstruieren viele Hersteller spezielle Gaming-Notebooks. «Spieler sollten ein Notebook mit zusätzlicher Grafikkarte und starkem Prozessor wählen», rät Sandra Schwarz von der Stiftung Warentest. «Ansonsten laufen die Spiele nicht flüssig.» Die Mobilität klassischer Notebooks ist aber mit einem Gewicht von meist über zwei Kilo und oft kurzen bis mittleren Akkulaufzeiten eher eingeschränkt.

    Lenovo Thinkpad Helix
    Das Ultrabook Lenovo Thinkpad Helix hat ein abnehmbares Display, das als Tablet genutzt werden kann.
    Foto: Florian Schuh – DPA

    Wer viel unterwegs ist und weder auf Leistung noch auf lange Akkulaufzeit verzichten kann, dem raten die Warentester zu einem sogenannten Ultrabook. Das sind sehr leichte, auf Mobilität getrimmte Notebooks. Der Nachteil: Sie haben häufig nur vergleichsweise kleine SSD-Speicher, kosten aber ab um die 1000 Euro aufwärts.

    iPad von Apple
    Wer nur ein paar E-Mails schreibt und ein wenig im Internet unterwegs ist, für den reicht meist auch ein Tablet (hier ein iPad von Apple).
    Foto: Andrea Warnecke – DPA

    Ein Schnäppchen sind dagegen Chromebooks, kleine Notebooks mit vergleichsweise schwacher Hardware, wenig Speicher und Googles Betriebssystem Chrome, die ganz auf die Onlinedienste des Internetkonzerns ausgerichtet sind. Sie sind schon ab knapp 200 Euro zu haben, bieten lange Batterielaufzeiten, funktionieren aber nur mit aktiver Internetverbindung ohne Einschränkungen.

    Sony Xperia Z3
    Tablets wie das Sony Xperia Z3 Tablet Compact sind mobiler als Notebooks oder Convertibles, allerdings haben sie weniger Speicher.
    Foto: Andrea Warnecke – DPA

    Relativ neu und sowohl für Arbeit als auch Freizeit interessant sind Hybrid-Notebooks, die umgeklappt (Convertible) oder von der Tastatur getrennt (Detachable) auch als Tablets zu nutzen sind. Timm Hoffmann nennt diese beiden Geräteklassen «einen Kompromiss aus Mobilität und Leistung». Der goldene Mittelweg sind die Geräte aber noch nicht. «Tablet und Notebook in einem taugen nur für Nutzer mit Kompromissbereitschaft», hat auch Sandra Schwarz festgestellt. «Die Displays sind meist zu unhandlich für ein Tablet, mit klassischen Notebooks können viele Detachables aber auch nicht mithalten.» Sie rät, im Zweifel keinen Kompromiss einzugehen, und sowohl ein Notebook als auch ein Tablet zu kaufen.

    Das Notebook ist also im direkten Vergleich vielleicht nicht immer das praktischste, auf jeden Fall aber das vielseitigste Gerät. Für manch einen Nutzer kann so ein Klapprechner aber einfach zu viel. «Wer nur surft und ein paar E-Mails schreibt, kommt mit einem Tablet locker aus», sagt Timm Hoffmann. Ein gutes Drittel (34 Prozent) der Menschen in Deutschland hat nach einer aktuellen Bitkom-Studie bereits Zugriff auf ein Tablet – Tendenz steigend.

    Nicht nur zum Spielen werden Tablets immer interessanter. Die Zahl der Apps für alle möglichen Bereiche steigt. Aber nicht jede App ist ohne weiteres nutzbar. «Für Büroarbeiten sollten Tabletnutzer eine externe Tastatur anschließen», rät Warentesterin Schwarz. Dabei brächten anspruchsvollere Arbeiten Tablets aber schnell an ihre Grenzen. Mancher Anwender dürfte an diesem Punkt dann wieder das Fazit ziehen: Nicht ohne mein Notebook.

    Notebooks und Ultrabooks bei der Stiftung Warentest (kostenpfl.)

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