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    Zwei Tote und zwei Schwerverletzte nach Schüssen in Kneipe

    Ein Mann betritt eine Kneipe, eröffnet unvermittelt mit einem Gewehr das Feuer. Schüsse hallen durch die Nacht. Am Ende sind zwei Männer tot, zwei Frauen schwer verletzt. Wenige Stunden später ist der mutmaßliche Täter gefasst.

    Spurensicherung
    Polizeibeamte der Spurensicherung sind in der Nacht in Traunreut im Einsatz.
    Foto: Tobias Hase - dpa

    Traunreut (dpa). Wenige Stunden nach tödlichen Schüssen auf Gäste in einer Kneipe im oberbayerischen Traunreut hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Er stehe unter dringendem Verdacht, zwei Männer getötet und zwei Frauen schwer verletzt zu haben, teilte die Polizei mit.

    Demnach wurde der mutmaßliche Täter etwa eine Stunde nach dem Verbrechen in Tatort-Nähe festgenommen. Die Hintergründe der Bluttat waren offen: „Wir stehen am Anfang der Ermittlungen“, sagte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier.

    Der Täter hatte die Kneipe „Hex - Hex“ am Samstag gegen 22.30 Uhr betreten. Nach den bisherigen Ermittlungen hielten sich dort als Gäste nur noch die zwei Männer und die beiden Frauen auf. Der mutmaßliche Täter - er soll Anfang 60 sein - schoss dann mit einer sogenannten Repetierbüchse auf seine Opfer. Die beiden Männer starben, die Frauen kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Sie sind nach Polizeiangaben außer Lebensgefahr.

    Ein Anwohner hatte die Schüsse gehört und die Polizei alarmiert. Bald standen zahlreiche Einsatzwagen mit Blaulicht vor dem Tatort. Der Schütze war zu dem Zeitpunkt auf der Flucht - die Polizei leitete sofort eine Großfahndung ein. Daran war auch ein Hubschrauber beteiligt. Der Mann sei etwa eine Stunde nach den Schüssen in der Nähe der Kneipe angetroffen worden.

    Bei einer Befragung geriet er in dringenden Tatverdacht und wurde festgenommen. Die Tatwaffe hatte er zu dem Zeitpunkt nicht bei sich. Das Gewehr sei wenig später in der Wohnung des Mannes sichergestellt worden, sagte Polizeisprecher Thalmeier.

    Zum Motiv der Tat lagen der Kripo zunächst keine Angaben vor. Die beiden überlebenden Opfer konnten zunächst nicht befragt werden. Die Polizei geht davon aus, dass sich die Opfer und der mutmaßliche Täter kannten.

    Die Ermittler sperrten den Tatort mit Flatterbändern ab. Beamte der Spurensicherung in weißen Schutzanzügen nahmen in dem Lokal die Arbeit auf. Im Laufe des Tages wurden auch Spezialisten des Landeskriminalamtes aus München erwartet. Am Tatort sollte ein 3D-Scanner eingesetzt werden.

    Die Staatsanwaltschaft Traunstein leitet die Ermittlungen. Sie dürfte noch im Laufe des Sonntags beim Ermittlungsrichter Antrag auf Haftbefehl wegen Doppelmordes und zweifachen Mordversuchs stellen.

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