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Washington

Washington zittert vor dem großen Schnee

dpa

Die Ostküste der USA rüstet sich für den möglicherweise schwersten Schneesturm seit vielen Jahren.

Washington rüstet sich
«Bleibt zu Hause, bleibt weg von den Straßen», rief Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser die Menschen in der Hauptstadt auf.
Foto: Michael Reynolds – dpa

Bis zu 85 Millionen Menschen in 19 Bundesstaaten könnten ab dem Abend (Ortszeit) von heftigen Schneefällen und starken Winden betroffen sein, warnen die Meteorologen des Nationalen Wetterdienstes.

Vor dem Sturm
Einkaufen und die Wetter-App checken: Es könnte 30 Stunden lang schneien.
Foto: Michael Reynolds – dpa

Behörden sprachen am Freitag sogar von Lebensgefahr für viele Menschen, sollten sie sich nicht ausreichend auf den Sturm vorbereiten. Bei bisherigen schweren Schneestürmen in vergangenen Jahren in den USA hatte es immer wieder Tote gegeben.

Schnee in Washington
In der Hauptstadt Washington ist es bereits zu Problemen gekommen, nachdem nur 2,5 Zentimeter Schnee gefallen waren.
Foto: Michael Reynolds – dpa

Es werde knapp ein Meter Schnee erwartet. Die Schneefälle, die um 13.00 Uhr (Ortszeit) einsetzten, sollen 36 Stunden lang anhalten. Damit könnte der bisherige Rekord aus dem Jahr 1922 gebrochen werden.

Baumarkt
In Baumärkten und Spezialgeschäften waren Heizgeräte, Streusalz, Schneeschaufeln und Schlitten ausverkauft.
Foto: Michael Reynolds – dpa

«Bleibt zu Hause, bleibt weg von den Straßen», rief Washingtons Bürgermeisterin Muriel Bowser die Menschen in der Hauptstadt auf, wo laut Meteorologen das Zentrum des Schneesturms liegen soll. Der Schnee werde «nass und schwer» sein, sagte Bowser. Deshalb gelten ihre Sorgen vor allem den überirdisch verlaufenden Stromleitungen. Sollten Masten unter dem Gewicht einknicken, könnten Zehntausende in der Hauptstadt ohne Strom sein, schlimmstenfalls droht sogar ein Blackout.

Vorbereitungen auf Schneesturm
Im Ballungsraum Washington zogen schon vor dem Schneesturm etliche Menschen zum Großeinkauf los.
Foto: Michael Reynolds – dpa

Im Bundesstaat North Carolina hatte das Schneechaos bereits am Morgen begonnen. Es ging Regen nieder, der auf den Straßen sofort gefror. Allein in North Carolina wurden acht Millionen Liter Salzlösung auf die Straßen aufgebracht.

Wie North Carolina haben auch mehrere weitere Bundesstaaten, darunter Virginia, Maryland sowie die Hauptstadt Washington den Notstand ausgerufen, noch bevor es schneite. Dabei handelt es sich um einen vorbeugenden Schritt, um leichter an staatliche Gelder und Unterstützung zu kommen.

Viele Menschen in Washington und Umgebung deckten sich mit Lebensmitteln ein und bereiteten sich auf Stromausfälle vor. Schon am Freitagmorgen fuhren in der Hauptstadt kaum Busse, die U-Bahnen verkehrten unregelmäßig, Züge fielen aus. Entlang der Ostküste wurden 5700 Flüge abgesagt, besonders betroffen war der Umsteige-Flughafen in Charlotte.

Auch 20 Flüge der Lufthansa in Städte wie New York, Washington, Philadelphia und Charlotte mussten abgesagt werden. Einige Flughäfen, wie etwa der Ronald-Reagan-Airport in Washington, bleiben am Samstag komplett geschlossen. Einige Fluggesellschaften zogen ihre Maschinen auch vom Boden ab und parkten sie in anderen Regionen, um zu verhindern, dass die Flugzeuge eingeschneit werden.

«Wir sind vorbereitet auf diesen Sturm», sagte Virginias Gouverneur Richard McAuliffe. Er rief die Bürger auf, nicht aus dem Haus zu gehen und vor allem nicht Auto zu fahren, wenn nicht unbedingt nötig. «Lasst uns unsere Arbeit machen», sagte er. Der Norden seines Bundesstaates, der an Washington angrenzt, erwartet bis zu drei Fuß (knapp ein Meter) Schnee innerhalb von 24 Stunden. Die Ausläufer des Blizzards könnten bis zur Metropole New York im Norden reichen. In Südstaaten wie Alabama und Louisiana werden Sturmfluten befürchtet.

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