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    Jakarta

    Vulkan Merapi beeinträchtigt Flugverkehr

    Der Vulkan Merapi in Indonesien jagt weiter dicke Aschewolken in die Luft. An mehreren Hängen wälzten sich Lavaströme hinunter. Die Asche stört inzwischen auch den Flugverkehr.

    Merapi spuckt weiter Asche
    Die Aschewolken des Merapi stören weiterhin den Flugverkehr.

    Das indonesische Verkehrsministerium riet Fluggesellschaften, die Region weiträumig zu umfliegen. Mehrere Flüge von Singapur und Kuala Lumpur nach Yogyakarta und dem nahe gelegenen Flughafen Solo wurden gestrichen. Mehr als 65 000 Menschen mussten ihre Häuser inzwischen verlassen und harrten in Notunterkünften aus.

    Keine Beruhigung
    Die Ausmaße der Aschewolke von Island erreicht der Merapi noch nicht - aber auch so sind seine Eruptionen erschreckend genug.

    Am Montag hatte der Merapi mit seinem schwersten Ausbruch seit Beginn der jüngsten Eruptionen Panik ausgelöst. Mehr als 1500 Meter schoss am Montagvormittag (Ortszeit) heiße Asche in den Himmel. Die Anwohner des Berges flohen in Angst. Mit Lastwagen, Autos und Krankenwagen holten Helfer aus dem zehn Kilometer entfernten Bezirk Boyolali die gerade zum Vulkan zurückgekehrten Menschen aus der Gefahrenzone.

    Vulkan Merapi
    Der Merapi ist mittlerweile seit einer Woche aktiv.

    Fachleute warnten unterdessen vor gefährlicher Aktivität des Vulkans Anak Krakatau. Dessen Temperatur sei in den vergangenen Tagen gestiegen, Rauch steige auf. Fischer und Touristen wurden aufgefordert, mindesten zwei Kilometer Sicherheitsabstand vom Berg zu halten. Die Vulkaninsel liegt zwischen Java und Sumatra. Anak Krakatau bedeutet «Kind des Krakatau». Er ist an der Stelle des früheren Vulkans Krakatau entstanden. Als dieser 1883 ausbrach, waren weltweit Auswirkungen zu spüren. Mehr als 36 000 Menschen starben.

    Vulkan Merapi
    Die Gefahr durch den Mount Merapi ist noch nicht gebannt.

    Die glühend heiße Aschewolke des Merapi verbrannte bis zu vier Kilometer südlich des Vulkans alle Bäume und vernichtete die Ernte der Bauern. Tiere, die nicht flüchten konnten, starben in der Hitze. Vulkanasche legte sich über Dörfer im Bezirk Klaten und Boyolali, wie der Chef der Geologie-Behörde in der Stadt Yogyakarta berichtete. Die Regierung ordnete die Räumung des Gebietes zehn Kilometer um den Vulkan an. Die Behörden haben jedoch Schwierigkeiten, die Bewohner zum Verlassen der Gefahrenzone zu bewegen. Der Berg gilt vielen als heilig. Aus Sicht der Anwohner wird er von Geistern bewacht, die besänftigt werden müssen.

    Bedrohlicher Nachbar
    Anwohner des Merapi beobachten die aus dem Vulkan aufsteigende Rauchwolke.

    Indonesien liegt in einer seismologisch äußerst aktiven Zone, dem sogenannten Ring aus Feuer. In dem riesigen Inselreich gibt es rund 130 aktive Vulkane, von denen 65 als gefährlich gelten.

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