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Seoul

US-Streitkräfte starten neues Manöver mit Südkorea

dpa

Die US-Streitkräfte haben am Montag ihr zweites gemeinsames Großmanöver mit südkoreanischen Einheiten binnen eines Monats begonnen.

Südkorea beginnt neues Seemanöver
Ein südkoreanischer Marinehubschrauber (Archivbild): Südkorea und die USA haben ihr zweites gemeinsames Großmanöver binnen eines Monats begonnen.

In die elftägigen Übungen sind 56 000 südkoreanische sowie 30 000 in Südkorea und im Ausland stationierte amerikanische Soldaten eingebunden, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte. Das Manöver mit dem Codenamen «Ulchi Freedom Guardian» (UFG) findet inmitten erhöhter Spannungen auf der koreanischen Halbinsel statt. Nordkoreas Militär hatte am Sonntag mit massiven militärischen Gegenmaßnahmen gedroht.

Anders als die Seeübung Ende Juli, mit der beide Länder direkt auf die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes reagierten, handelt es sich nun um ein jährlich stattfindendes Manöver. Im Mittelpunkt stehen computergestützte Simulationen eines Kriegs auf der geteilten Halbinsel.

Südkoreas Präsident Lee Myung Bak beschrieb UFG am Montag als eine «Übung für Frieden und Kriegsabschreckung». Die Übung werde jedes Jahr veranstaltet, doch diesmal seien die Menschen angesichts der angespannten Situation sehr besorgt, sagte Lee.

Bereits vor dem Seemanöver hatte Nordkorea vor einem «heiligen Krieg der Vergeltung» und einem Einsatz mit Atomwaffen gewarnt. Gemeinsame Manöver der USA und Südkoreas kritisiert das kommunistische Land regelmäßig als Vorspiel zu einem Angriff.

Die Spannungen zwischen beiden koreanischen Staaten haben sich seit dem Untergang der Korvette «Cheonan» zugespitzt. Südkorea macht Nordkorea für den Vorfall verantwortlich, bei dem im März 46 Seeleute getötet worden waren. Ein nordkoreanisches U-Boot soll das Schiff vor der Westküste Südkoreas mit einem Torpedo angegriffen und versenkt haben. Nordkorea weist jede Schuldzuweisung von sich.

Die USA und ihr Bündnispartner planen in den kommenden Monaten weitere zusätzliche Manöver vor der Ost- und Westküste Südkoreas. China hatte wiederholt das Vorhaben der beiden Länder kritisiert, auch im Gelben Meer gemeinsame Manöver zu veranstalten.

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