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    Trump besucht von „Maria“ verwüstetes Puerto Rico

    Zwei Wochen nach dem verheerenden Wirbelsturm sind die meisten Menschen auf Puerto Rico noch immer ohne Strom. Es fehlt an Lebensmitteln, Trinkwasser und Benzin. Nach harscher Kritik an seinem Krisenmanagement will sich Trump jetzt selbst ein Bild machen.

    Siegerpose
    Siegerpose: US-Präsident Donald Trump geht mit erhobenen Fäusten über den Flugplatz von San Juan.
    Foto: Evan Vucci - dpa

    San Juan (dpa). Fast zwei Wochen ist es her, dass Hurrikan „Maria“ eine Schneise der Zerstörung durch die Karibikinsel Puerto Rico geschlagen hat. Inmitten scharfer Kritik an seinem bisherigen Krisenmanagement hat Präsident Donald Trump jetzt das verwüstete US-Außengebiet besucht.

    Trump in Puerto Rico
    Donald Trump, First Lady Melania Trump und der Gouverneur von Puerto Rico, Ricardo Rossello, im Gespräch in San Juan.
    Foto: Evan Vucci - dpa

    „Wir haben viele großartige Menschen hier, die sehr hart arbeiten“, sagte Trump am Dienstag bei einem Treffen mit Militärs, Rettungskräften und Regierungsvertretern. „Wir können sehr stolz darauf sein, was wir in Puerto Rico leisten.“

    Zerstörung auf der Insel Culebra
    Der Hurrikan «Irma» hat schwere Verwüstungen hinter sich gelassen.
    Foto: Carlos Giusti - dpa

    Zuvor war Kritik laut geworden, dass die Hilfsmaßnahmen zu langsam anliefen. Noch immer sind die meisten Einwohner ohne Strom, viele haben kein fließendes Wasser. „Wir sterben hier und ihr tötet uns mit der Ineffizienz und eurer Bürokratie“, schimpfte zuletzt die Bürgermeisterin von Puerto Ricos Hauptstadt San Juan, Carmen Yulín Cruz. „Ich habe genug davon, höflich zu sein. Ich bin stinksauer.“

    US-Helikopter
    Ein mit Hilfsgütern beladener Helikopter der US-Marine landet in San Juan (Puerto Rico).
    Foto: Thomas Cordy - dpa

    Trump wies die Anschuldigungen zurück und stellte die Führungsfähigkeiten der Rathauschefin in Frage. Zudem unterstellte er den Puerto Ricanern eine übertriebene Anspruchshaltung. „Sie wollen, dass alles für sie getan wird, obwohl es eine gemeinschaftliche Anstrengung sein sollte“, schrieb er auf Twitter.

    Hilfe
    Mitglieder der US-Nationalgarde verladen in Puerto Rico Hilfsgüter für den Transport in die von Hurrikan «Maria» betroffenen Gebiete.
    Foto: Carol Guzy - dpa

    Bemängelt wurde vor allem, dass Trump so lange brauchte, um sich um die Katastrophe in Puerto Rico zu kümmern. Nach den Hurrikans „Harvey“ und „Irma“ war er innerhalb von Tagen nach Texas und Florida gereist. Vor seinem Abflug nach San Juan sagte Trump: „Ich glaube, wir haben in Puerto Rico genauso gut reagiert wie in Texas und Florida.“

    Kinder
    Puertoricanische Kinder beobachten Mitglieder der US-Nationalgarde, die Hilfsgüter für die von Hurrikan «Maria» betroffenen Gebiete ausladen.
    Foto: Carol Guzy - dpa

    Am Dienstag wollte sich der Präsident auch mit Bürgermeisterin Yulín Cruz treffen. Zudem waren Gespräche mit Hurrikanopfern, Rettungskräften, Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rosselló und dem Gouverneur der ebenfalls hart getroffenen US-Jungferninseln, Kenneth Mapp, geplant.

    Wassermassen
    Hurrikan «Maria» war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern über Puerto Rico hinweggezogen.
    Foto: Carlos Giusti - dpa

    „Mein Fokus wird darauf liegen, was wir brauchen, um Puerto Rico wieder aufzubauen“, sagte Rosselló vor seinem Treffen mit Trump. Der Gouverneur schätzt, dass die Karibikinsel mehr als 60 Milliarden US-Dollar (50,1 Milliarden Euro) für den Wiederaufbau benötigt.

    Zerstörte Stromleitungen
    Zerstörte Stromleitungen in Humacao: Das Stromnetz von Puerto Rico war zeitweise fast völlig zusammengebrochenm.
    Foto: Carlos Giusti - dpa

    Puerto Rico steckte bereits vor „Maria“ in einer schweren Wirtschaftskrise. Insgesamt liegt die Schuldenlast bei rund 70 Milliarden US-Dollar (rund 64 Milliarden Euro), hinzu kommen ungedeckte Pensionsansprüche. Washington hat die Insel bereits unter Finanzaufsicht gestellt. Die Verbindlichkeiten sollen nun in einer Art Konkursverfahren restrukturiert werden.

    Tankstelle
    Zerstörte Tankstelle: Vielfach wurde die Hilfe in Puerto Rico durch fehlenden Sprit behindert.
    Foto: Carlos Giusti - dpa

    Trump auf Twitter

    Hilfsgüter
    Eine Lufthansa-Maschine mit Hilfsgütern für Puerto Rico.
    Foto: Lufthansa - dpa

    Rosselló auf Twitter

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