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    Hannover

    Tödlicher Überfall: Ermittler überprüfen weitere Fälle

    Der Räuber, der in der vergangenen Woche in einem Supermarkt in Hannover einen 21-Jährigen erschossen hatte, ist möglicherweise für weitere Überfälle verantwortlich.

    Gedenken nach tödlichem Supermarkt-Überfall
    Bei einem Raubüberfall auf einen Supermarkt in Hannover wir ein junger Mann erschossen. Seither fahndet die Polizei mit Hochdruck nach dem flüchtigen Täter.
    Foto: Peter Steffen - DPA

    Die Ermittler prüfen derzeit, ob der unbekannte Täter auch in angrenzenden Bundesländern Märkte überfallen hat. «Wir ermitteln, ob diese Taten im Zusammenhang stehen. Wir haben eine differenzierte Beschreibung des Täters in mehreren Fällen», sagte Thomas Klinge, Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover.

    Der etwa 40 bis 50 Jahre alte Verdächtige soll am Donnerstag und Freitag in Hannover und Hemmingen zwei Supermärkte ausgeraubt haben. Bei dem Überfall in Hannover erschoss er den 21-Jährigen. Der Gangster hatte beide Märkte jeweils kurz vor Ladenschluss betreten und die Kassiererinnen mit einer Schusswaffe bedroht.

    Beim Überfall in Hannover-Stöcken hatte die 51 Jahre alte Angestellte dem Täter das Geld bereits ausgehändigt, als ein Kunde eingriff und den Räuber überwältigen wollte. Der 21-Jährige wurde dabei von einem Schuss getötet. Ein 29-Jähriger, der das Geschäft gerade betreten hatte, erlitt eine schwere Schussverletzung.

    Beim zweiten Raub in einem Supermarkt in Hemmingen übergab die Kassiererin das Geld nicht sofort, der Räuber griff daher selbst in die Kasse. Beide Male hatte sich der Mann zunächst wie ein Kunde verhalten und erst an der Kasse die Pistole gezogen. Von beiden Tatorten flüchtete er mit einem Fahrrad.

    Falls dem Täter andere Fälle zugeordnet werden könnten, sei das wie ein Puzzle, das sich zusammensetzen lasse, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Rund 50 Hinweise vor allem zur Person des Mannes sind nach Angaben eines Polizeisprechers bislang eingegangen.

    «Die Sicherheitsmaßnahmen in unseren Märkten möchten wir zum Schutze unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht öffentlich machen», sagte eine Sprecherin von Edeka Minden-Hannover. Zu dem Unternehmen zählt der überfallene Supermarkt in Hannover.

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