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    Suu Kyi sagt Teilnahme an UN-Vollversammlung ab

    In Myanmar gehen Sicherheitskräfte massiv gegen eine muslimische Minderheit vor. International wächst die Kritik. Die einstige Demokratie-Ikone Aung San Suu Kyi sagt dazu nicht viel.

    Protest
    Muslimische Demonstranten protestieren in Kolkata gegen Aung San Suu Kyi und gegen die Gewalt gegenüber den Rohingyas in Myanmar. (zu dpa «Rohingya-Rebellen in Myanmar.
    Foto: Kol-SM/PTI

    Rangun (dpa). Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat ihre Teilnahme an der diesjährigen UN-Vollversammlung in New York abgesagt. Dies teilte ein Regierungssprecher in Rangun mit, ohne nähere Gründe zu nennen.

    Aung San Suu Kyi
    Trotz des klaren Wahlsiegs ihrer Nationalen Liga für Demokratie befindet sich Suu Kyi in einer schwierigen Lage.
    Foto: Mark Schiefelbein - dpa

    Die Friedensnobelpreisträgerin steht international wegen des brutalen Vorgehens von Myanmars Sicherheitskräften gegen die muslimische Minderheit der Rohingya massiv in der Kritik. Suu Kyi führt seit vergangenem Jahr in dem südostasiatischen Land als „Staatsrätin“ praktisch die Regierung.

    Rohingya-Konflikt
    Indische Muslime protestieren in Kalkutta gegen die Unterdrückung der Rohingyas in Myanmar - und gegen Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.
    Foto: Bikas Das - dpa

    Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mittlerweile etwa 370.000 Rohingya aus Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Suu Kyi äußerte sich bislang kaum zu der Verfolgung. Sie machte „Terroristen“ für den Konflikt verantwortlich. An der UN-Generaldebatte am Sitz der Vereinten Nationen in New York nehmen alljährlich im September Staats- und Regierungschefs aus aller Welt teil. Heute will sich der UN-Sicherheitsrat mit der Lage in Myanmar befassen.

    Auf der Flucht
    Endlich in Sicherheit: Rohingya-Flüchtlinge haben die Grenze zwischen Bangladesh und Myanmar überquert.
    Foto: Md. Mehedi Hasan/Pacific Press via ZUMA Wire - dpa

    Im Vielvölkerstaat Myanmar, dem ehemaligen Birma, ist die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens. Die Rohingya gehören zur muslimischen Minderheit. Die jüngste Gewaltwelle hatte am 25. August mit Angriffen von Rohingya-Rebellen auf Polizei- und Militärposten in der Unruheprovinz Rakhine begonnen. Die Rohingya sind staatenlos, seit das damalige Birma ihnen 1982 die Staatsbürgerschaft aberkannte. Vor der aktuellen Massenflucht waren bereits rund 400.000 von ihnen nach Bangladesch geflohen.

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