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    Schulz will Wahlkampf mit Emotionen

    Beflügelt vom Kanzlerkandidaten Martin Schulz sehen im Saarland die Sozialdemokraten der ersten Landtagswahl dieses Jahres entgegen. Schulz wird begeistert gefeiert. Es gehe im Kern um den Wunsch nach einem Leben in Würde, sagt er.

    Hessengipfel der SPD
    Hohe Strahlkraft: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz beim Hessengipfel der SPD.
    Foto: Swen Pförtner - dpa

    Friedewald (dpa). SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz setzt im Bundestagswahlkampf auf Emotionen. Es werde ein Wahlkampf, „wo wir beweisen müssen, dass wir nicht nur Kopfmenschen sind“, sagte er in Friedewald beim sogenannten Hessengipfel der SPD. Es gehe auch um Gefühle.

    Hessengipfel der SPD
    Daumen hoch: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz setzt im Bundestagswahlkampf auf Emotionen.
    Foto: Swen Pförtner - dpa

    Die SPD müsse „im Bauch spüren, was es heißt, wenn der K+S-Arbeiter morgens aufwacht und nicht weiß, wie es weitergeht“. Das müssten die Wähler spüren. Die Bundestagswahl findet am 24. September statt.

    Martin Schulz
    SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz begeistert derzeit seine Partei, auch wegen sensationeller Umfrageergebnisse.
    Foto: Kay Nietfeld - dpa

    Die SPD-Mitglieder diskutierten in Friedewald zudem über die Themen Rente, Kinderarmut, Solidaritätskrise in Europa und die Zukunft des Bergbaus, wie Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel sagte. 

    «Jetzt ist Schulz»
    Begeisterung in einer gebeutelten Partei: SPD-Anhängerin mit einem «Jetzt ist Schulz»-Plakat.
    Foto: Kay Nietfeld - dpa

    Am Vorabend hatte Schulz vor einem Bundestagswahlkampf nach US-Muster gewarnt. Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA sei „mit Niedertracht, mit Verleumdung, mit Fake News“ geführt worden, saghte er bei einem Parteitag der saarländischen SPD in Mettlach-Orscholz. Er hoffe, dass es in Deutschland einen „Wettbewerb der Argumente, der Konzepte und des Respekts vor dem anderen Wettbewerber„ geben werde. Die SPD trete im Bund mit dem Anspruch an, „die stärkste Partei in diesem Land zu werden“.

    Die Saar-SPD beschloss bei dem Parteitag ihr Programm für den Fall, dass ihre Spitzenkandidatin Anke Rehlinger nach der Landtagswahl am 26. März Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ablösen kann. Die Sozialdemokraten regieren bisher als Juniorpartner in einer großen Koalition mit der CDU. Ihr Wahlprogramm fordert vor allem mehr Investitionen im Land.

    Martin Schulz
    Martin Schulz geht als Kanzlerkandidat der SPD gegen Angela Merkel ins Rennen.
    Foto: Bernd von Jutrczenka - dpa

    Schulz, der begeistert von den Parteimitgliedern empfangen wurde, sagte, der „Ultranationalismus“, den man derzeit auch im Weißen Haus erlebe, sei keine Lösung für Probleme. Nötig sei vielmehr ein starkes Europa, das zu seinen Werten von Demokratie und Gerechtigkeit stehe.

    „Wir müssen Vertrauen zurückgewinnen“, forderte Schulz die SPD-Mitglieder auf. „Die Menschen müssen spüren, dass wir es ernst mit ihnen meinen.“ Die SPD-Wähler erwarteten nicht, dass sie zu Millionären gemacht würden: „Sie erwarten von uns, dass wir dafür sorgen, dass sie ein Leben in Würde leben können.“ Er empfahl der SPD „die Rückbesinnung auf unsere traditionellen Werte, dass im Mittelpunkt all unseres Handelns der Mensch mit seiner Würde stehen muss.“ „Wir sind von dem, was wir in diesen Tagen erleben, ermutigt. Dass es kein Abonnement für andere Parteien auf den ersten Platz gibt“, sagte Schulz.

    «Münte» freut sich
    «Münte» freut sich: Auch der ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering ist bei einem Programmforum der SPD bester Laune.
    Foto: Rolf Vennenbernd - dpa

    Saarländische SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger

    Martin Schulz in Herne
    Hoffnungsträger: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bei einem Programmforum der SPD zur Bundestagswahl in Herne.
    Foto: Rolf Vennenbernd - dpa

    SPD Saarland

    «MEGA»-Schulz
    «MEGA»-Schulz: Der Parteienforscher Oskar Niedermayer rechnet nach der Begeisterungswelle um den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz erst im Frühjahr mit belastbaren Umfragewerten.
    Foto: Kay Nietfeld - dpa

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