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    Ruhani sagt raschen Wiederaufbau der Erdbebengebiete zu

    Nach dem Erdbeben im Iran hadern viele Betroffene mit der offiziellen Unterstützung. Daher gab es in Teheran auch eine Krisensitzung. Es soll rasch geholfen werden. Das ist auch dringend nötig, denn viele Häuser sind zerstört. Zudem wird es immer kälter.

    Suche nach Überlebenden
    Eine Rettungskraft sucht mit einem Spürhund nach Überlebenden.
    Foto: Vahid Salemi – dpa

    Sare Pole Sahab/Kermanschah (dpa) – Irans Präsident Hassan Ruhani hat den Menschen in der Kermanschah-Provinz einen raschen Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben zugesagt.

    Trümmerberg
    Menschen sitzen im Bebengebiet auf Trümmern, während Rettungskräfte nach Überlebenden suchen.
    Foto: Vahid Salemi – dpa

    „Heute stehen alle Iraner hinter Kermanschah, und wir werden alles tun, damit die Menschen hier diese Tragödie schneller vergessen können“, sagte er am Dienstag nach seiner Ankunft im Katastrophengebiet.

    Eingestürztes Dach
    Menschen stehen im iranischen Darbandikhan vor den Ruinen eines zerstörten Hauses.
    Foto: Berci Feher – dpa

    Die Regierung in Teheran werde alles tun, damit die vom Beben betroffenen Städte rasch wieder aufgebaut werden können. „Unser Fokus sind Wohnkomplexe, da müssen wir den Menschen bei dem Aufbau besonders zur Seite stehen“, sagte Ruhani, der sich vor Ort ein Bild machen wollte.

    Schutt und Stein
    Zerstörung im iranischen Sarpol-E-Zahab.
    Foto: Vahid Salemi – dpa

    Am Dienstagabend kam es in Teheran auch zu einer dringenden Krisensitzung der iranischen Führung mit dem obersten Führer, Ajatollah Ali Chamenei. „Die Sympathien mit den Erdbebenopfern sollten dringend in Taten umgesetzt werden“, sagte Chamenei, der laut Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat. Es sollte alles mögliche unternommen werden, damit das Leid der Menschen verringert wird.

    In den Trümmern
    Eine Frau trägt ihre Habseligkeiten aus ihrem zerstörten Zuhause.
    Foto: Vahid Salemi – dpa

    Nach jüngsten offiziellen Angaben kamen nach dem Erdstoß der Stärke 7,3 in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak 432 Menschen ums Leben. Außerdem wurden fast 7900 Verletzte gezählt. Der Mittelpunkt des Bebens lag in etwa 34 Kilometern Tiefe in der westiranischen Provinz Kermanschah.

    Erdbeben im Iran
    Nach dem schweren Erdbeben haben viele Menschen die Nacht im Zelt verbracht.
    Foto: Kyodo – dpa

    Ein Sprecher des Innenministeriums sagte dem iranischen Fernsehen, dass von den fast 7900 Verletzten, über 1000 schwerer verletzt seien. 200 von ihnen mussten wegen ihrer Verletzungen in die Hauptstadt Teheran gebracht werden.

    Nach dem Beben
    Ein Mann sitzt nach dem schweren Erdbeben auf einem Sessel.
    Foto: Kyodo – dpa

    Verwirrung gab es am Dienstag wegen eines Berichts der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Diese hatte von 530 Toten berichtet, fast 100 mehr als die vom Innenministerium angegebene amtliche Opferzahl. Es hieß, dass in manchen vom Beben betroffenen Dörfern die Menschen ihre Toten ohne amtliche Erlaubnis und Registrierung begraben hätten. Später revidierte IRNA diese Darstellung ohne Erklärung und stützte sich wieder auf die vom Innenministerium genannte Opferzahl.

    Die weitaus meisten Todesopfer gab es auf der iranischen Seite der Grenze. Am schlimmsten traf es die beiden Grenzstädte Sare Pole Sahab und Ghassre Schirin. Trotz der Kälte verbrachten viele Menschen in der Provinz die Nacht angesichts von mehr als 200 Nachbeben im Freien.

    In Sare Pole Sahab haben viele Stadtteile immer noch keinen Strom, kein Gas und kein Wasser. Außerdem sollten die Temperaturen in der Nacht unter den Gefrierpunkt fallen. Aber noch haben viele kein Zelt. Nach Ansicht vieler Einwohner wurden die Zelte in den Erdbebengebieten nicht gerecht verteilt.

    Die Regierung erklärte den Dienstag zum staatlichen Trauertag. Insgesamt beschädigte das Beben nach offiziellen Angaben 30 500 Wohnkomplexe. 15 500 davon seien komplett zerstört, 15 000 seien nicht mehr zu bewohnen. Zu diesen Siedlungen gehören auch die, die Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad in der Provinz hatte bauen lassen. Die meisten der Gebäude, die der Hardliner stolz „Haus der Nächstenliebe“ nannte, sind nicht mehr bewohnbar. „Das ist schon sehr peinlich“, sagte Ruhani ironisch über das Projekt seines Vorgängers und politischen Rivalen. Einige Einwohner sagen, Baustandards seien ignoriert worden.

    Laut Außenminister Mohamed Dschawad Sarif will der Iran vorerst auf internationale Hilfe verzichten. „Wir bedanken uns für die internationale Anteilnahme und Hilfsangebote, aber wir haben es vorläufig im Griff“, schrieb er am Dienstag auf seiner Twitter-Seite. Er werde seine Kollegen bei Bedarf in Kenntnis setzen.

    Nachrichtenagentur IRNA, Persisch

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